Homeoffice erleichtern: 6 Insights wie Arbeitgeber das schaffen

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Tanita Steckel, studierte Soziologin und Journalistin, ist seit einigen Monaten im New Work Himmel HÄNG tätig. Inzwischen ist sie überzeugt, dass die Welt ein besserer Ort wäre wenn alle ihre Unternehmen so flexibel führen würden wie ihre Chefs und gibt deshalb einige Tipps, wie Arbeitgeber für ihre Mitarbeiter:innen das Homeoffice erleichtern können.

Wie die Arbeit aus dem Homeoffice erleichtert wird

Wenn die Coronakrise uns eines gelehrt hat, dann dass die digitale Wende nötiger denn je  ist. In Deutschland wird zwar oft und viel über die (fehlende) Digitalisierung geschimpft. Aber:  Es ist nicht alles schlecht.

Vieles, von dem man früher nur träumen konnte, ist heute schon  möglich. Zum Beispiel komplett ohne festes Büro zu arbeiten. Und wenn man sich darauf  einlässt kann Remote Work eine echte Chance sein. 

Zahlen der Universität Mannheim zeigen, dass vor der Pandemie nur knapp jede:r Fünfte  von zuhause arbeiten konnte oder durfte. Mehr als jede:r Dritte wollte aber die Möglichkeit  dazu. Homeoffice spart nicht nur lange Arbeitswege.

Es reduziert auch Stress  und kann sogar die Produktivität steigern, zeigt eine Studie der DAK Krankenkasse.  Dennoch ist die Übergangsphase von Vor-Ort-Arbeit zu Arbeit in den eigenen vier Wänden  oft ein bisschen holprig. 

Homeoffice erleichtern: 6 Insights wie Arbeitgeber das schaffen von Tanita Steckel

Bei HÄNG arbeiten wir bereits seit sechs Jahren ausschließlich remote. Alle  Mitarbeiter:innen arbeiten wann, wo und wie sie wollen. In dieser Zeit haben wir durch Trial and-Error viel gelernt.

Zum Beispiel, dass gute Mitarbeiter:innen nicht ständig kontrolliert  werden müssen – sondern motiviert. Deshalb schaffen wir durch maximale Flexibilität in  unseren Prozessen so viel Freiheit wie möglich. 

Damit dir und deinem Team der Einstieg ins Homeoffice erleichtert wird, kommen hier sechs Learnings zu  Remote Work, die wir auch gern gehabt hätten als wir angefangen haben. 

>> Lies dazu auch den Artikel Führen im Homeoffice: Management by Social Distancing <<

1. Learning: Ihr seid nicht allein. 

Sich nicht jeden Tag im Büro, bei Meetings oder in der Kaffeeküche zu sehen kann ganz  schön ungewohnt sein. Statt Smalltalk auf dem Gang schickst du jetzt gefühlt ein Dutzend E Mails an deine Mitarbeiter:innen und bist dir am Ende des Tages trotzdem nicht sicher, ob  alles läuft wie es soll.

Alle starren auf ihre eigenen Bildschirme in ihren eigenen vier Wänden  und fühlen sich manchmal irgendwie allein gelassen. Aber das muss nicht sein! 

Was hilft: Videochats. Textnachrichten sind zwar effizient, aber auch unpersönlich und  irgendwie abstrakt. Persönliche Gespräche – von Angesicht zu Angesicht – helfen, ein  Gemeinschaftsgefühl zu schaffen.

Sprich mit deinen Kolleg:innen darüber, wie es ihnen geht.  So bekommst du ein besseres Gefühl dafür wie’s läuft und es hilft auch, die Kommunikation im Homeoffice zu erleichtern.

2. Tipp, um die Arbeit im Homeoffice zu erleichtern: Vergesst nicht, dass wir alle Menschen sind. 

Klingt banal, ist aber wichtig. Niemand möchte nur als Name auf dem Bildschirm, als  abstraktes Ding, das Arbeit verrichtet, wahrgenommen werden. In erster Instanz sind wir alle  Menschen mit persönlichen Vorlieben und Eigenheiten. 

Wenn ihr längere Zeit remote arbeitet kann es schwer fallen, eine persönliche Beziehung zu deinen Mitarbeiter:innen aufrecht zu erhalten bzw. aufzubauen. Die macht die  Zusammenarbeit aber um einiges leichter. 

Und nun? Wie soll man ohne Kaffeeküche und Betriebsfeier herausfinden, wie die anderen  so ticken? 

Simpel. Schaff eine Plattform, auf der sich alle erzählen können, wer sie sind und wie sie so  ticken. Früher Vogel oder Nachteule? Welche Hobbys haben deine Kolleg:innen, und was mögen sie gar nicht? Wo liegen ihre Stärken und Schwächen?

Das alles hilft, das  Gegenüber besser einzuschätzen. Und du weißt auch gleich, wo und wie du deine  Mitarbeiter:innen unterstützen kannst. 

Und übrigens: Firmenfeste kann man ja trotzdem veranstalten. Im Zweifelsfall eben online. 

3. Tipp, um die Arbeit aus dem Homeoffice zu erleichtern: Findet Strukturen, die für euch  individuell funktionieren. 

Gib deinen Mitarbeiter:innen Raum. Lass die Nachteule nachts ihre Kreativität versprühen,  und den frühen Vogel morgens. Arbeit macht mehr Spaß, wenn man wirklich Lust darauf hat.  Das mag am Anfang erstmal abschreckend wirken, und nicht besonders intuitiv.

Arbeit ohne  feste Arbeitszeiten? Das soll funktionieren? Die Wissenschaft sagt: Ja! Menschen sind sogar produktiver, wenn sie ihre Arbeitszeit flexibel einteilen können. 

Wichtig ist aber, auch zuhause feste, motivierende Strukturen zu etablieren, damit  fokussierte Arbeit möglich ist. Wie genau die aussehen ist natürlich höchst individuell. Da  solltest du deinen Mitarbeiter:innen auch nicht reinreden. Du kannst schließlich immer noch  ein klärendes Gespräch suchen falls du merkst, dass jemand Probleme damit hat. 

Was helfen kann, wenn’s nicht läuft: Anstatt aus dem Bett zu rollen und direkt loszulegen  lieber einen kurzen Spaziergang vor der Arbeit machen. Das bringt den Kreislauf in Schwung  und macht wach.

Auch eine Änderung des Arbeitsplatzes kann sinnvoll sein. Nämlich dann,  wenn der Schreibtisch nur frustriert. Es soll sogar Menschen geben, die sind auf der Couch  liegend am produktivsten. 

4. Learning: Offenheit und Transparenz sind alles. 

Das gilt für alle Seiten, für dich und für deine Mitarbeiter:innen. Dokumentiert alles, was für  die anderen wichtig sein oder werden könnte. So wissen alle, woran man gerade arbeitet,  wie das geht und an welcher Stelle noch Hilfe nötig ist.

Das ist zwar erstmal mehr  Zeitaufwand, auf lange Sicht gestaltet es Prozesse aber flüssiger und effizienter und hilft, die Arbeit im Homeoffice zu erleichtern.

Projektmanagement Tools wie Asana, Trello oder Notion helfen, die Infos zu bündeln. Die  müssen nicht mal viel kosten – besonders für kleinere Teams gibt es meistens kostenlose  Versionen. Für den Anfang tut es auch eine einfache Tabelle. 

5. Tipp, um die Arbeit im Homeoffice zu erleichtern: Setze Grenzen – und respektiert die der anderen. 

Nur weil deine Kolleg:innen jetzt quasi im Büro wohnen, bedeutet das nicht dass sie 24/7  erreichbar sein müssen. Kommuniziert, wann ihr verfügbar seid, und wann nicht.

Und: Haltet  euch dann auch dran! Anrufe außerhalb der Arbeitszeit sind ein absolutes No Go, genauso wie Chatnachrichten. E-Mails – vor allem in CC – bitte auch nur, wenn’s wirklich wichtig ist.  Das gilt ganz besonders für längere Abwesenheiten wie Urlaube. 

Es kann so schon schwer genug sein richtig abzuschalten, wenn zuhause und Büro eins sind. Oder man die Arbeitsmails aufs Handy bekommt. Schick die E-Mail also nur, wenn der oder die Mitarbeiter:in die enthaltene Info tatsächlich braucht. Alles andere kann bestimmt noch ein bisschen warten. 

6. Learning: Niemand ist perfekt. 

Digitales Arbeiten erfordert Übung. Und selbst dann können Missverständnisse entstehen  und Fehler passieren. Seid offen zueinander. Reflektiert euch und eure Prozesse, um die Arbeit im Homeoffice zu erleichtern.

Probiert  immer wieder was Neues aus, wenn der bisherige Weg nicht mehr zu euch passt oder  funktioniert. Und, ganz wichtig: Lasst euch von kleinen Rückschlägen nicht entmutigen. You  got this!

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