Team Offsites: 5+1 Gründe, wann sie sinnvoll sind

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Jonas Schneider ist Co-Founder & New Work Program Lead von Startup Alm, die Team Offsites in den Bergen anbietet. Hier erklärt er, welche Gründe es für ein Team Offsite gibt und wie Unternehmen davon profitieren.

Peter L., Teamleiter, Manager, Führungskraft und verantwortlich für 25 Menschen, schließt die Webseite eines Team Offsite Anbieters und lehnt sich zurück. Es ist ja wie verhext, denkt er. Ihm ist bewusst, dass er sein Team rausbringen sollte, vielleicht sogar in die Berge. Dass es schon gut wäre, wenn man mit Abstand auf die Dinge schaut und dabei neue Impulse von außen bekommt.

Er steht auf, schenkt sich noch einen Kaffee ein und schaut aus dem Fenster. Irgendwo im Kopf schwirrt ihm ein Zitat von van Gogh herum: Große Dinge passieren nicht durch einen einzigen starken Sprung, sondern durch eine Serie vieler kleiner Schritte. Ein Team Offsite wäre sicherlich einer diesen vielen kleinen Schritte. Wie aber sollte er diesen Schritt setzen? Wann sollte er sein Team zusammenpacken und gemeinsam in die Berge fahren? Was sind Gründe, um ein Offsite mit seinem Team zu planen?

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Team Offsites: Wann ist der richtige Zeitpunkt und wie bereite ich es vor? Was muss ich im Blick haben und was bringt es dem Team? Lade hier die FAQ für Führungskräfte herunter.

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1. Let’s team up: Neue Teamkonstellationen

Das Team von Peter L. war bis vor drei Jahren relativ konstant – wenig Veränderungen, dieselben Menschen die an denselben Projekten gearbeitet haben, wenig Fluktuation, wenig Neueinstellungen, keine örtlichen Veränderungen. Im Moment aber befindet er sich in der Situation, dass sein Team sich schnell und stark verändert. Integration von kleinen Teams, überregionale Teams, andere Sprachen, Kulturen, verschiedene Zeitzonen, komplexere Aufgaben. Er fühlt die Herausforderung, die auf sein Team, ihn als Führungskraft aber auch auf die existierenden Prozesse und Kommunikationswege zukommen wird. Dies, so denkt er, sind wichtige Anzeichen dafür, sich genau diesen Zustand abseits vom Arbeitsalltag in einem Team Offsite genauer anzuschauen. Gemeinsam mit den neuen und so genannten „alten“ Teammitgliedern zu definieren, welche Maßnahmen man setzen kann, um dieser neuen Situation bestmöglich, mit vielen lächelnden Gesichtern, zu begegnen.

2. Let’s talk about it: Konflikte und die Zeit, sich diesen anzunehmen

Für Peter L. ist es schwer einzugestehen, dass es immer wieder Konflikte in seinem Team gibt. In einigen Fällen sind es auch Konflikte zwischen ihm und einzelnen Teammitglieder. Er hat noch keinen guten Weg gefunden, damit umzugehen. Vor allem aber keine Zeit dafür. Dabei weiß er auch, dass Konflikte nichts Beschämendes sein müssen. Ganz im Gegenteil:  Konfliktlösungsfähigkeit gehört in der heutigen Zeit zu den Kernkompetenzen von Teams. Kommunikation über Email, harte Deadlines, unterschiedliche Kulturen – all das sind Faktoren, die im Team von Peter L. auch Konflikte bestärken. Konflikte lösen sich nicht von selbst – die Bereitschaft und die Zeit, konstruktiv darüber zu sprechen, braucht es zur Lösung der Konflikte. Auf einem Team Offsite, so denkt Peter L., kann man die Zeit dafür finden, den Abstand von der Umgebung, in der die Unstimmigkeiten entstanden sind sowie eine professionelle Moderation, um Impulse zur Konfliktlösung zu erhalten.

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3. Let’s move on: Über neue Ziele und Visionen

Gerade für das Team von Peter L. ist es von besonderer Wichtigkeit, seine Ziele und Visionen immer wieder bewusst zu betrachten, zu reflektieren und gegebenenfalls anzupassen. Was es dafür aber braucht, ist Zeit und ein Betrachten von außen. Beides fehlt im Team von Peter L. Daher sieht es bei ihnen meist so aus: Einmal im Quartal setzt er sich mit seinem Team in einen Besprechungsraum, schaut mit weiteren 12 Augenpaare auf die Powerpoint, dreht sich zur Runde und fragt: „Irgendwelche Änderungen von Eurer Seite?“. Ein leises Seufzen, ein kurzes Aufschauen vom Computer, ein Schlürfen vom Kaffee, ein zaghaftes „Nein, passt eh eigentlich“. Er weiß, dass die Zeit zur bewussten Auseinandersetzung mit Zielen und Visionen viel zu kurz ist, dass es ständig andere Prioritäten gibt. Dabei hat er gerade letztens wieder gelesen: Nur wer sein Ziel kennt, findet den Weg. Daher, warum nicht raus – raus in die Berge zum gemeinsamen Team Offsite?

4. Let’s make everything new: Neue Arbeitsstrukturen

Agilität, New Work, Teamspirit, … alles Buzzwords, die Peter L. kennt, teilweise sich schon ein wenig eingelesen hat. Um ehrlich zu sein, weiß er aber zu wenig, um es wirklich in seinem Unternehmen einzusetzen. Außerdem spaltet das Thema New Work immer wieder sein Team – da gibt es Leute, die sich damit schon intensiver auseinandergesetzt haben, sich wünschen, endlich in diese Richtung zu gehen und jene, für die das Neue eher abschreckend ist. Man kann fast sagen: Euphorie und Neugierde vs. Verunsicherung und Angst. Peter L. fühlt sich nicht in der Lage, hier die richtige Geschwindigkeit, das entsprechende Wissen und die passenden Methoden anzuwenden, um das Team gemeinsam in Richtung einer neuen Zusammenarbeitskultur zu bringen. Er benötigt jemanden an seiner Seite, der ihn und sein Team auf dieser Reise begleiten kann. Und wieder muss er an ein Team Offsite denken.

5. Let’s get to know each other: Virtuelle und internationale Teams treffen sich

Wenn Peter L. an Team Offsites denkt, waren da Bilder von Aktivitäten für Teambuilding und Teamintegration. Vor allem heute, wo Mitglieder eines Teams überall sitzen, in unterschiedlichen Zeitzonen arbeiten und der Großteils der Kommunikation über Emails verläuft, ist ein Team Offsite der essentielle Baustein, um dem persönlichen Austausch, dem Kennenlernen und gemeinsamem Lachen Raum zu geben.

5+1. Let’s get the party started: Etappenziele feiern

Dabei vergisst Peter L. leider zu oft – zu feiern, wenn das Team gemeinsam etwas geschafft hat. Aber er will nicht nur auf ein Bier nach der Arbeit gehen, sondern eben auch zurückblicken, gemeinsam reflektieren, verweilen, genießen, darauf anstoßen. Diese Energie aber auch dafür zu nutzen, sich über neue Ziele zu verständigen, zu verstehen, was gut war, was man ändern sollte, um das neue Ziel mit Freude zu erreichen. Und da öffnete er sie wieder: die Seite des Anbieters für Team Offsites.

Für Peter L. ist klar – es gibt genügend gute Gründe mit seinem Team ins Team Offsite zu fahren. Ob inhaltlich oder organisatorisch: die gewohnte Umgebung zu verlassen, sich gemeinsam die Zeit zu nehmen, professionelle inhaltliche Begleitung zu erfahren, sich auszutauschen, zurück und nach vorne zu blicken – all das sind Investitionen, die er jetzt in sein Team stecken sollte, um später zurückzuschauen und mit einem Zwinkern sagen zu können: „Warum wir mit Spaß und Erfolg an der Sache sind? Weil wir sie gemacht haben – die vielen kleinen Schritte.


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