Bewerbungsprozess optimieren: Das sind die 5 Todsünden

|

Zuletzt aktualisiert

Gemeinsam mit der E-Recruiting-Plattform Softgarden haben wir von TALENTE 1.142 Bewerber befragt, welche Dinge sie an Bewerbungsprozessen am meisten stören und was sie von Unternehmen rund um das Thema Bewerbungsprozess optimieren erwarten. Die Ergebnisse lassen aufhorchen!

Unsere Studie mit 1.142 Befragten in Kooperation mit Softgarden rund um das Thema Bewerbungsprozess zeigt, dass der Großteil aller Bewerber mit dem Durchlauf ihrer letzten drei Bewerbungsprozesse nicht zufrieden war. Auf einer Skala von 1-10 zum Thema lag die durchschnittliche Bewertung gerade einmal bei einer 4 – womit die Bewerber nach Einteilung des Net Promoter Score als Detraktoren zählen. Doch das muss nicht so sein!

Wir haben die Bewerber zudem gefragt, welche Dinge sie an Bewerbungsprozessen am meisten stört und was sie am ehesten von Unternehmen abschreckt. Wenn deine Firma alleine diese folgenden fünf „Todsünden“ im Bewerbungsprozess vermeidet, ergibt sich ein riesige Chance, sich von anderen abzusetzen und einen starken Wettbewerbsvorteil zu generieren:

1. Keine oder unpersönliche Rückmeldung nach dem Bewerbungsgespräch

Das stört 55 % aller Bewerber und jeder hat es wohl schonmal erlebt: Man wird zu einem Bewerbungsgespräch oder Interview eingeladen und danach dieses ernüchternde Gefühl. Kein Feedback, keine Rückmeldung – oder lediglich eine automatisierte E-Mail als Rückmeldung. Das frustriert den Bewerber nicht nur, sondern hinterlässt zusätzlich einen ziemlich schlechten Eindruck. Dieser wirkt sich wiederum negativ auf das Unternehmen aus, denn darüber wird später gesprochen. Gerade negative Erlebnisse werden gerne untereinander geteilt. Um deinen Bewerbungsprozess zu optimieren sorge dafür, dass dein Unternehmen positiv und freundlich im Gedächtnis bleibt, selbst wenn es sich dabei um eine Absage handelt. Man sieht sich immer zweimal im Leben.

+++ Du möchtest jede Woche noch ein Stück besser werden? ❤️ Dann melde dich jetzt für den TALENTE Hacksletter an! 1x pro Woche 3 simple und sofort umsetzbare Ideen, die dich als Leader erfolgreich machen. Hier geht's zur Anmeldung. +++

2. Mangelnde Transparenz über den aktuellen Status der Bewerbung

Zu wissen, wo die Bewerbung aktuell im Bewerbungsprozess steht, ist für 29 % ein sehr wichtiger Faktor. Viele Befragte empfinden es als stark störend, wenn es an Transparenz über den aktuellen Status ihrer Bewerbung fehlt. Es ist ein wichtiger Schritt in Sachen Bewerbungsprozess-Optimierung, denn es fehlt in vielen Unternehmen noch an genau dieser Transparenz. Transparent zu sein, ist zudem gut für das Image deines Unternehmens, es erweckt einen offenen und ehrlichen Eindruck und schafft somit ein positives Gefühl bei den Bewerbern.

Diagramm: Bewerbungsprozess optimieren. Vermeide diese 5 Dinge Studie Softgarden und Talente
Bewerbungsprozess optimieren: 5 Todsünden beim Bewerbungsprozess

3. Zu langer Recruiting Prozess

Vom Schreiben der Bewerbung, über das Bewerbungsgespräch bis hin zur endgültigen Entscheidungen vergehen Wochen, manchmal sogar Monate. 27 % aller Befragten ist der gesamte Recruiting Prozess zu langwierig. Es dauert ihnen zu lang, viele haben nicht genügend Zeit und Muse, um sich wochenlang mit einer einzigen Bewerbung zu beschäftigen bzw. auf Antworten und Rückmeldungen des Unternehmens zu warten. Die Folge ist, das viele Bewerber während des Bewerbungsprozesses abspringen oder einen anderen Job annehmen. Um den Bewerbungsprozess innerhalb deines Unternehmens zu optimieren und attraktiver für Bewerber zu machen, halte den Bewerbungsprozess so kurz wie möglich. Das spart nicht nur deinem Unternehmen viel Zeit, sondern freut auch die Bewerbern – und damit deine zukünftigen Mitarbeiter.

4. Plötzliche Änderung des Stellenprofils während der Bewerbungsphase

Darüber beschweren sich 24 % aller Befragten: Das Ändern des Stellenprofils während der laufenden Bewerbungsphase kann unterschiedliche Auswirkungen haben. Nicht nur, dass es Bewerber verärgert und abschreckt, die sich für diese bestimmte Stelle bewerben. Es wirkt sich auch auf die Qualität deiner Bewerbungen aus. So kann es dazu führen, dass sich schlicht die falschen Leute bewerben – nämlich die, die an dem Job aus der ersten oder zweiten Version des Stellenprofils interessiert sind, aber eigentlich gar nicht mehr gesucht werden. Das bedeutet unnötigen Ärger und zusätzlichen Zeitaufwand auf beiden Seiten. Stelle sicher, dass das Stellenprofil vor Veröffentlichung genau auf die aktuellen Anforderungen angepasst ist und während der Bewerbungsphase nicht mehr verändert wird.

5. Unangemessene Anforderungen an Qualifikationen und/oder Erfahrungen

Das schreckt mitunter selbst die besten Bewerber ab. 23 % sagen, wenn die Anforderungen zu hoch gestellt werden, haben sie das Gefühl, es gar nicht erst versuchen zu brauchen. Die Folge: Bewerbungen bleiben aus und/oder es wird nicht das gesamte Potential an Bewerbungen abgeschöpft. Es kann also sein, dass das beste Talent so sehr von den Anforderungen abgeschreckt wird, dass die Bewerbung überhaupt nicht abschickt wird. Warum also diese Talente anderen Unternehmen überlassen ? Um deinen Bewerbungsprozess zu optimieren, solltest du die Anforderungen so stellen, dass die Leute keine Angst haben, sich bei dir zu bewerben. Vielleicht befindet sich dann der Traum-Mitarbeiter unter den zahlreichen Bewerbern.


Abonniere den Talente Podcast bei Apple Podcasts, bei Spotify oder bei Google Podcasts, um jede Woche neue Hacks rund ums Talent Management zu bekommen und dich als Führungspersönlichkeit stetig zu verbessern.

Previous

Networking Tipps: So beeinflusst Sympathie dein Geschäft

Schreibe einen Kommentar