Fachkräfte aus dem Ausland: Die besten Leute finden

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So wirbst du Mitarbeiter aus dem Ausland richtig an. Wo findest du die besten Leute? Was gibt's bei der Bürokratie zu beachten? Und wie integrierst du ausländische Kollegen bestmöglich ins Team? Mit diesen Tipps wird dein Active Sourcing von Fachkräften im Ausland zum Erfolg!

Es kann sich stark lohnen, Experten und Fachkräfte aus dem Ausland anzuwerben. Oftmals sind Fachleute aus wirtschaftlich schwächeren Ländern bereit, für einen sichereren Arbeitsplatz und ein besseres Gehalt nach Deutschland zu kommen. Ihre Ausbildung und Expertise kann dabei durchaus von der selben Qualität sein, wie die ihrer deutschen Kollegen. Meist sind ihre Gehaltsvorstellungen moderat und ihre Arbeitsmoral sehr gut. Insbesondere Fachkräfte aus Osteuropa, Asien, Südeuropa oder Afrika kommen hierfür infrage.

Mitarbeiter aus dem Ausland gegen den Fachkräftemangel

Gerade für Unternehmen, deren Standort nicht in der beliebtesten Lage oder größten Stadt liegt, bietet das Anwerben von Fachleuten aus dem Ausland eine gute Chance. Denn viele Experten aus wirtschaftlich schwächeren Regionen sind zunächst der Meinung “Hauptsache nach Deutschland, ganz egal wohin”.

Active Sourcing von Mitarbeitern aus dem Ausland funktioniert besonders gut über LinkedIn. Xing nutzt außerhalb Deutschlands so gut wie niemand. Wenn du geeignete Kandidaten über LinkedIn anschreibst und eine mögliche Position in Deutschland in Aussicht stellst, bestehen gute Chancen, eine Antwort zu erhalten und tiefer ins Gespräch zu kommen. Für ein erstes Kennenlernen ist ein Skype-Videocall gut geeignet.

Den Auswahlprozess richtig gestalten

Wenn beide Seiten ein gutes Gefühl haben, führt allerdings an einem persönlichen Kennenlernen vor der Unterzeichnung des Arbeitsvertrages kein Weg vorbei. Wenn dies visumbedingt möglich ist, lade den Kandidaten zu einem Vorstellungsgespräch in deine Firma ein – Flug und Hotel auf deine Firmenkosten. So kannst nicht nur du beurteilen, ob der Mitarbeiter aus dem Ausland in dein Unternehmen passt, sondern insbesondere auch der Kandidat bekommt ein besseres Gefühl, ob er diesen großen Schritt, in ein fremdes Land auszuwandern, wirklich gehen möchte.

Gutes Erwartungsmanagement für Fachkräfte aus dem Ausland

Ihm muss im Vorhinein bewusst sein, dass Land und Leute sehr anders sein werden, dass das Wetter schlechter sein wird, dass soziale Kontakte zunächst wenige sein werden und dass Deutschland keineswegs das Schlaraffenland mit Milch und Honig im Überfluss ist, wie es oft im Ausland dargestellt wird.

Wenn die Entscheidung von beiden Seiten positiv ausgefallen ist und der Kandidat aus einem Land kommt, wo er ein EU-Arbeitsvisum benötigt, helfen spezialisierte Agenturen wie Startcon in Berlin bei der Beschaffung des Visums und nehmen Ihnen einen riesigen Haufen bürokratischen Aufwand ab. Meist dauert dieser Prozess um die drei Monate. Neuerdings gibt es auch Online-Plattformen wie das Hamburger Startup Localyze, die versprechen, viel Bürokratie zunehmen und für einen schlanken Prozess zu sorgen.

Wäge die Risiken bei Mitarbeitern aus dem Ausland gut ab

Natürlich geht die Einstellung einer Person aus dem Ausland auch mit bestimmten Risiken einher. Eventuell merkst du nach einiger Zeit, dass Qualifikation und Erfahrung doch nicht deinen Erwartungen entsprechen. Oder die Integration des neuen Mitarbeiters in dein bestehendes Team fällt aufgrund kultureller Unterschiede oder sprachlicher Barrieren schwerer als gedacht. Oder die Motivation und Arbeitsmoral des Mitarbeiters lassen rapide nach, weil er merkt, dass er sich mit Land und Leuten nicht wohlfühlt.

Das Thema Probezeit offen kommunizieren und nutzen

Im Zuge des Erwartungsmanagements ist es deshalb sehr wichtig, dem neuen Mitarbeiter von Anfang an die besondere Bedeutung der Probezeit klarzumachen. Ihm muss bewusst sein, dass das Arbeitsverhältnis innerhalb der ersten sechs Monate jederzeit von beiden Seiten kurzfristig gekündigt werden kann, mit allen daraus für ihn resultierenden persönlichen Folgen, inklusive der Rückkehr in sein Heimatland.

Unterstützung bei der Integration wirkt Wunder

Natürlich ist es im Interesse aller, dass der Mitarbeiter die Probezeit übersteht, sich im neuen Land und in deiner Firma wohlfühlt, gute Arbeitsleistungen bringt und am Sozialleben teilhat. Hierbei kannst du unterstützend wirken. So kannst du beispielsweise für die ersten Wochen nach Ankunft des neuen Mitarbeiters ein Hotelzimmer oder Apartment auf Firmenkosten zur Verfügung stellen, damit er ausreichend Zeit hat, sich eine geeignete Wohnung zu suchen. Auch kannst du deinem Mitarbeiter einen Makler für die Wohnungssuche zur Seite stellen.

Um die Integration sowie das Knüpfen persönlicher Kontakte zu fördern, ist es sinnvoll, dem neuen Mitarbeiter aus dem Ausland einen Sprachkurs anzubieten. Die Integration in deiner bestehende Belegschaft gelingt am besten durch gemeinsame Teamevents. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Kochkurs, wo der Neuankömmling gemeinsam mit seinen neuen Kollegen Rezepte aus seinem Heimatland zubereitet?

Mehr dazu hörst du in dieser Podcast Folge:

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