10 Tricks für gutes Active Sourcing

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Hast du einen bestimmten Kandidaten im Visier, geht es darum, auf kluge Art und Weise Kontakt aufzunehmen. Hochqualifizierte Fachleute erhalten nahezu täglich Nachrichten von Headhuntern, Personalberatern und HR-Abteilungen. Entsprechend ist Kreativität gefragt, um aufzufallen. Natürlich sticht es positiv heraus, wenn der Gründer, Inhaber oder Geschäftsführer sich höchstpersönlich meldet. Allein das reicht allerdings noch nicht aus. Auch auf den richtigen Kanal der Direktansprache kommt es an. Hier gibts die besten Tipps und Tricks, was erfolgreiches Active Sourcing wirklich ausmacht.

Während Nachrichten an Experten aus dem kaufmännischen Bereich oder Sales auf Xing oder LinkedIn noch recht gut funktionieren, gehen sie bei Menschen mit technischem Hintergrund meist in der Masse unter und haben keinen besonderen Charme. Es kommt darauf an, Kandidaten über solche Medien zu kontaktieren, die sie selbst gerne nutzen – das bringt dir umgehend Sympathiepunkte ein.

Der richtige Kanal und Zeitpunkt

Schaue zum Beispiel nach, ob der von dir präferierte Kandidat auf Twitter aktiv ist. Sende ihm hier eine kurze, knackige persönliche Nachricht oder erwähne ihn sogar in einem öffentlichen Tweet – zum Beispiel, wenn er zuvor bereits über ein branchen- oder unternehmensrelevantes Thema getwittert hat. Dabei kommt es auch auf den Zeitpunkt deiner Nachricht an: Wähle den Zeitpunkt so, dass die Person deine Message am frühen Morgen liest. Die meisten Menschen checken morgens nach dem Aufwachen im Bett zunächst einmal die Notifications auf ihrem Smartphone. Später am Tag droht deine Message im Eifer des Alltagsgefechts unterzugehen oder vergessen zu werden.

Den Sack sofort zumachen

Auf ähnliche Art kannst du deinen Wunschkandidaten auch auf Facebook oder Instagram kontaktieren. Suche die Person im Sozialen Netzwerk und sende ihm eine private Message. Bei Facebook funktioniert dies am besten, wenn du auch gleichzeitig eine Freundschaftsanfrage sendest. Die Nachricht droht sonst, vom Facebook-Messenger herausgefiltert und irgendwo im Nirwana zu landen, weil du ein fremder Kontakt bist. Auf Instagram kannst du ähnlich wie bei Twitter eine private Nachricht versenden. Noch mehr Aufmerksamkeit ziehst du auf dich, indem du beispielsweise mit dem Instagram-Profil deines Unternehmens einen Post des Kandidaten kommentierst und dies mit einer privaten Message kombinierst. Auch hier gilt: Halte dich kurz, kreativ, nutze Emojis und versuche gleich, dich auf einen Kaffee oder ein Telefonat zu verabreden – kein Mensch will einen bis ins letzte ausformulierten Roman per Social Messenger erhalten.

Bestimmte Kandidaten mit besonderer Direktansprache

Fachleute bestimmter Branchen kannst du auch wieder über die einschlägigen Communities kontaktieren, zum Beispiel Software-Entwickler über Stackoverflow oder Designer über Dribbble. Meist kann man hier allerdings Personen nicht direkt anschreiben, dies ist außerdem von der Community auch gar nicht gerne gesehen, aber viele Mitglieder geben in ihrem Profil an, auf welchen anderen Plattformen sie vertreten sind oder ob sie eine eigene Webseite haben, über die man in Kontakt treten kann.

Jemanden vom Fach schicken

Zu guter Letzt bleiben natürlich noch die althergebrachten Kanäle E-Mail oder Telefon fürs Active Sourcing. Google ganz einfach mal den Namen der Person deines Verlangens. Es ist erstaunlich, von wie vielen Menschen man irgendwo im Netz eine E-Mail-Adresse oder sogar Telefonnummer findet. Auch dies ist oftmals dem betroffenen gar nicht bewusst – stellt für dich aber eine tolle Chance für die Kontaktaufnahme dar!

Manchmal ist es sinnvoll, dass sich bei bestimmten Fachleuten nicht der geschäftliche Leiter einer Firma meldet, sondern derjenige, der den entsprechenden Fachbereich leitet. Ein Software-Entwickler fühlt sich oft zum Beispiel wohler und besser verstanden, wenn er mit dem CTO statt mit dem CEO spricht.

Xing oder LinkedIn für Active Sourcing?

Übrigens: Wenn du bestimmte Menschen mit technischer Expertise, wie zum Beispiel Software-Entwickler, doch über ein Karrierenetzwerk kontaktieren möchten, wähle hierfür am besten LinkedIn. Dieses hat sich erfahrungsgemäß als erfolgreicher in der Response Rate herausgestellt, als Xing. Außerdem kannst du über das internationale LinkedIn auch ausländische Fachleute erreichen, was beim hauptsächlich in Deutschland verbreiteten Xing oft nicht möglich ist.

Pro Tipp für die Direktansprache: Erkläre in der Eröffnungsmessage, du hättest die Person von einem gemeinsamen Kontakt “wärmstens empfohlen bekommen”, um ihr Interesse und ihren Anreiz zu erhöhen, dir zu antworten.

Mehr dazu gibt’s in dieser Podcast Folge:

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