Probezeit verlängern? 3 Tricks, wie beide Seiten profitieren

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Der Auswahlprozess für neue Mitarbeiter kann noch so ausgeklügelt und datenbasiert sein: Selbst die erfahrensten Führungspersönlichkeiten gestehen, dass sich rund 50 % aller Einstellungen im Nachhinein als unpassend entpuppen. Wann und wie hilft es hier, die Probezeit zu verlängern?

Das gilt aus Sicht beider Seiten:

Nicht nur Arbeitgeber erkennen manchmal, dass eine Einstellung ein Fehler war. Es gibt Erhebungen, die herausgefunden haben, dass rund 70 % aller Mitarbeiter, die kürzlich ihren Arbeitgeber gewechselt haben, den Jobwechsel nach ein paar Wochen bereuen.

Doch nur wenige ziehen die Notbremse. Meistens entscheiden sich beide Seiten für den vermeintlich leichteren Weg: Einfach mit der neuen Situation zu leben und zu versuchen, „jetzt das beste daraus zu machen“.

Dabei gibt es dieses so großartige Werkzeug der Probezeit, das wir exakt für solche Fälle haben.

Es wird von viel zu wenigen Arbeitgebern und Arbeitnehmer aktiv genutzt, obwohl es unglaublich wertvoll und nützlich für beide Seiten ist, die Probezeit klug zu nutzen. Und dabei gibt es noch mehr Möglichkeiten, als die Probezeit nur zu verlängern.

Arbeitnehmer und Arbeitgeber haben schließlich einen Arbeitsvertrag geschlossen und darin explizit vereinbart, dass sie einige Zeit lang ausprobieren, ob sie wirklich eine Langzeitpartnerschaft eingehen wollen.

Die Probezeit klug und fair nutzen – Verlängern ist nur ein Weg

Die Probezeit ist eine faire Sache für beide Seiten und sollte voll ausgenutzt werden. Wenn eine Seite während der Probezeit beschließt, zu gehen, ist es langfristig immer besser für beide Seiten.

Hier kommen drei Praxistipps aus meinem neuen Buch “Der Mitarbeiter Magnet – 302 Hacks für Leader” (erschienen im Haufe-Verlag im Sommer 2020, eingestiegen auf Platz 1 der Amazon-Bestsellerlisten für BWL sowie Personalmanagement), die du sofort ausprobieren und umsetzen kannst.

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Hack 1: Mache problemorientierte Gespräche 1 und 2, wenn Erwartungen nicht erfüllt sind

Arbeite mit einer Erwartungsliste während der Probezeit. Stecke in dieser Liste klare Erwartungen und Ziele bereits vor der Einstellung mit der neuen Mitarbeiterin ab und besprecht sie gemeinsam.

Checke dann in festen Intervallen (2 Wochen, 8 Wochen, 12 Wochen, 16 Wochen) gemeinsam mit ihr, wie gut die Erwartungen erfüllt werden.

Sobald du während der Probezeit merkst, dass eine Erwartung nicht erfüllt wird, lade zum problemorientierten Gespräch 1 ein: Hierin steckt ihr den Zeitrahmen ab, bis zu dem die Erwartung erfüllt sein muss.

Zum Ablauf dieser Frist findet das problemorientierte Gespräch 2 statt: Ist die Erwartung dann erfüllt, bleibt der Mitarbeiter, ist sie immer noch nicht erfüllt, wird das Arbeitsverhältnis beendet.

Hack 2: Statt verlängern – profitiere von einer kürzeren Probezeit als 6 Monate

Viele Arbeitgeber denken zunächst darüber nach, die Probezeit zu verlängern. Wie das gut funktioniert, liest du im nächsten Hack. Oftmals ist es sogar klüger, die Probezeit zu verkürzen, wie ich von der führenden Arbeitsrechtlerin Christina Linke gelernt habe.

Du kannst eine kürzere Probezeit als 6 Monate im Arbeitsvertrag vereinbaren.

Der Clou: 6 Monate ist der gesetzliche Zeitraum, nach dem das Kündigungsschutzgesetz greift. Ab Monat 7 fällt der Mitarbeiter unter den Kündigungsschutz – das ganze ist aber unabhängig von der Probezeit und bleibt auch bei einer kürzeren Probezeit der Fall.

Wenn im Arbeitsvertrag zum Beispiel nur 3 Monate Probezeit vereinbart sind, hast du die Möglichkeit, zu beobachten, wie sich der Mitarbeiter verhält, wenn er aus der Probezeit heraus ist – und hast aber trotzdem noch die Möglichkeit, dich schnell und einfach zu trennen, wenn dies nötig wird. 

Wichtig ist dafür, dass eine kürzere Kündigungsfrist während der ersten 6 Monate im Arbeitsvertrag vereinbart ist, zum Beispiel 2 Wochen.

Hack 3: Die Probezeit verlängern, um Mitarbeitern mehr Zeit zu geben, sich zu bewähren

Ja, es gibt die Möglichkeit, die Probezeit zu verlängern: 

Kurz vor Ablauf der 6 Monate sprichst du eine Kündigung mit sogenannter „überschießender Kündigungsfrist“ aus. Statt 2 Wochen Kündigungsfrist kündigst du also zu einem Termin beispielsweise in 3 Monaten.

Damit kannst du einem Mitarbeiter, den du normalerweise zum Ende der Probezeit entlassen hättest, mehr Zeit geben, sich zu bewähren und ihm eine Chance geben, dass er doch nicht gehen muss.

Auch er erhält dadurch die verlängerte Möglichkeit zu testen, ob der Job in deiner Firma wirklich etwas für ihn ist.

Wenn sich das Arbeitsverhältnis und die Leistung positiv entwickeln, wird die zuvor ausgesprochene Pro-Forma-Kündigung einvernehmlich wieder zurückgenommen.

Wichtig hierbei ist, dass beim Aussprechen der Kündigung bereits ausdrücklich vereinbart wird, dass sie wieder zurückgenommen wird, sofern eure gemeinsamen Ziele bis zum Ende der Kündigungsfrist erreicht werden.

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