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In diesem vierten von vier Teilen der Serie „Unternehmenskultur & Ziele“ bekommst du Best Practices mit der agilen OKR Methode. Mit diesen Hacks und Tipps gelingt die OKR Einführung garantiert.

Mit welchen Tricks aus der Praxis, um die OKR Methode schnell und einfach in deinem Team oder deiner Firma einzuführen, werdet ihr eure konkreten Ziele mit der richtigen Strategie sicher erreichen?

Das erfährst du hier! 💡

Teil 1 dieser Serie „Firmenwerte definieren: Core Values finden in 4 Schritten [+ Beispiele]“ findest du hier.

Teil 2 dieser Serie „Mission Statement Beispiele: Starte mit dem Warum!“ findest du hier.

Teil 3 dieser Serie „Unternehmens-Vision formulieren: 8 inspirierende Beispiele“ findest du hier.

Die Strategie auf die Straße bringen: Ziele erreichen mit der OKR Methode

Nach den ersten drei Artikeln, in denen wir die Basis und die Richtung für unser Team und unsere Firma festgezurrt haben, geht’s heute um die konkrete Umsetzung. 

Nun wollen wir unsere Strategie erfolgreich auf die Straße bringen!

Wie erreichen wir unsere Ziele, getragen von unserer Vision, der Mission und unseren Werten?

Vergleichen wir das ganze mal, vielleicht etwas politisch inkorrekt aber dafür eindrucksvoll, mit einem Krieg:

Die Mission der einen Armee ist es, den Gegener zu schlagen.

Ihre Vision ist es, das Land des Gegners als Teil des eigenen Landes zu besitzen. So sieht das Zukunftsbild aus.

Und ihre Strategie, um dort hinzukommen, besteht aus den einzelnen Schlachten sowie aus den jeweiligen Taktiken in diesen Schlachten.

Die große Vision herunterbrechen in kurzfristige Ziele

Es geht nun also um kurzfristige Ziele auf dem Weg hin zum ganz großen Ziel, zur Vision.

Der Vorteil: Taktiken und Strategien können auch angepasst werden, wenn es mal eine Niederlage gab und sich eine bestimmte Strategie als nicht zielführend erwiesen hat. 

Die Vision bleibt dabei die gleiche.

Und hier kommt die Stärke von Agilität ins Spiel!

Wenn es statt um einen Krieg um Teamführung und Management geht, bin ich beim Thema der Strategie, der kurzfristigen Zielen großer Freund von agilen Methoden.

In der ganz kurzen Frist von, beispielsweise zwei Wochen, eignet sich die agile Methode Scrum sehr gut, um Ziele zu erreichen. Scrum ist besonders populär in der Softwareentwicklung, kann aber auch in jedem anderen Team eingesetzt werden.

Und wenn wir etwas längerfristig denken, nämlich zum Beispiel quartalsweise, dann ist die OKR Methode mein Mittel der Wahl. Hier geben wir uns Ziele, die wir in drei Monaten erreichen werden.

OKR = „Objectives and Key Results“ sind für mich ein perfekter Mix aus einem klaren Ziel und geordneten Bahnen – während sie gleichzeitig den Raum bieten, die Strategie und Taktiken alle drei Monate zu prüfen, neue Ziele zu setzen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Dabei bleibt die Vision als Nordstern aber stets im Blick!

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Wie funktioniert OKR Methode?

Objectives and Key Results wurden erstmals 1983 bei Intel eingeführt.

So richtig populär geworden sind sie dann in den letzten Jahren dadurch, dass Google sie als Zielsetzungsmethode sowohl für die gesamte Firma als auch für jeden einzelnen Mitarbeiter einsetzt. 

Heute nutzen insbesondere viele Technologieunternehmen und Startups die OKR Methode. Sie funktionieren aber auch für jegliche andere Art von Unternehmen und Branchen und lassen sich leicht einführen.

Kurz zusammengefasst funktionieren OKR so:

OKR werden festgelegt für die ganze Company, diese werden heruntergebrochen auf die Teams und gegebenenfalls jeden einzelnen Mitarbeiter. Jede Ebene hat sein eigenes OKR-Set, die aufeinander aufbauen.

Je OKR-Set kann es bis zu fünf Objectives (= Ziele) mit jeweils bis zu fünf Key Results (= messbare Schlüsselergebnisse) geben.

Die Objectives sind ambitionierte Ziele, die in ihrer Umsetzung nur bedingt konkret definiert sind.

Zu jedem Objective gehören Key Results. Diese müssen klar messbar und bezifferbar sein, zum Beispiel mit Prozentangaben von 0 bis 100 % Zielerreichung am Ende der drei Monate.

In der Regel wird eine Zielerreichung von 70–90 % angvestrebt. Wenn Teams regelmäßig zu 100 % ihre Ziele erreichen, könnten sie sich nicht ausreichend ambitionierte Ziele gesetzt haben.

Es gibt wöchentliche oder zweiwöchentliche kurze Check-Meetings, in denen alle Teilenehmer eines OKR-Sets zusammensitzen und ihr Confidence Level (= ihre aktuelle Einschätzung) abgeben, als wie wahrscheinlich sie es ansehen, dass sie ihre Key Results am Ende der drei Monate erreichen werden.

Hier findest du die Wikipedia-Artikel zur OKR Methode auf deutsch und auf englisch.

Ohne diesen wichtigen Faktor werden OKR scheitern

Das wichtigste, wie auch bei anderen agilen Methoden auch, ist:

Es benötigt absolute Disziplin und volles Commitment aller Beteiligten in der Firma zu diesem Prozess. Vom CEO bis zum Praktikanten müssen sich alle jeden Tag an die Regeln der OKR Methode halten.

Die OKR sind fast heilig und geben Mitarbeitern zum Beispiel einen validen Grund „Nein“ zu sagen, wenn der Chef plötzlich etwas von ihnen erledigt haben möchte, was nicht direkt auf die OKR-Ziele des Teams einzahlt.

Alles, was Mitarbeiter vom Erreichen und Hinarbeiten auf die OKR-Ziele abhält, ist verboten.

Das habe ich leider schon des Öfteren anders erlebt. Es führt dann regelmäßig zum Zusammenbruch des OKR-System in der ganzen Firma. Die Mitarbeiter nehmen die OKR Methode ab diesem Moment nicht mehr ernst.

OKR Methode schnell und einfach einführen

Ich habe in den letzten Jahren die OKR Methode in verschiedenen meiner Teams eingeführt und erfolgreich umgesetzt. Hier sind meine Learnings und Best Practices zum schnellen Einführen von OKR und einer ganz einfachen Umsetzung zum Start:

1. Startet mit wenigen OKR Sets

Starte zur OKR Einführung zunächst mit nur einem einzigen Company OKR-Set. Der erste OKR-Durchlauf von drei Monaten basiert rein auf den OKR-Zielen für die gesamte Firma. Das reicht. 

Es ist dann der Job des Teamleads und des Teams, die Company-OKR in konkrete Tasks für jeden einzelnen zu übersetzen und diese auf ihre eigene Art umzusetzen.

Im zweiten OKR-Durchlauf fügt ihr dann ein OKR-set je Abteilung hinzu. Es gibt dann zum Beispiel eines für Produkt, eines für Marketing, eines für Sales und eines für Finance. Fertig.

Erst später kommen OKR-Sets je Team und erst viel später je einzelnem Mitarbeiter hinzu.

2. Macht den aktuellen Status stets sichtbar für alle

Jeder in der Firma sollte stets Zugriff und Einsicht haben in die OKR-Sets aller Teams und Mitarbeiter. Auch die aktuellen Confidence Level sollten für alle sichtbar sein.

So entsteht Transparenz und die Inter-Team-Kommunikation und -Abstimmung werden gefördert.

Ihr könnt beispielsweise Plakate in der Firma aufhängen, auf denen für drei Monate die Firmen-OKR für alle zu sehen sind.

Es eignet sich auch zum Beispiel ein geteiltes Google Spreadsheet, in dem alle Team-OKR-Sets aggregiert zu sehen sind und jedes Team wöchentlich seine Ergebnisse einträgt.

3. Ernennt einen OKR Champion

Wählt eine Person in der Firma als sogenannten OKR-Chamion aus, die breites Vertrauen genießt. 

Insbesondere Personen, die bereits als Agile Coach oder Scrum Master arbeiten, eignen sich besonders gut für diese Rolle. 

Ihr Aufgabe: Allen Teams beim Aufsetzen und Umsetzen ihrer OKR-Sets beratend zur Seite stehen sowie die Kommunikation und Abstimmung zwischen den Teams und OKR-Ebenen fördern.

2 Hacks, um die OKR Einführung erfolgreich zu machen

Damit dein Team durch OKR nachhaltig erfolgreich seine Ziele erreicht, habe ich hier zwei kurze Hacks für dich zusammengestellt. 

E-Book Hack 106: Nutze die OKR Methode vom Beginn des Aufbaus deines Teams an

Mache die OKR Einführung bereits zum Beginn des Aufbaus deiner Firma oder deines Teams – selbst wenn dies mit wenigen Mitarbeiterinnen im Team erstmal einmal noch nicht nötig erscheint. Sobald dein Team wächst, werden die OKR-Prozesse organisch mitwachsen. Wenn du allerdings erst später versuchst, in einem gewachsenen Team OKRs einzuführen, wird der nötige Aufwand ungleich höher ausfallen.

E-Book Hack 214: Veranstalte eine OKR Fair mit allen Teams

In einer quartalsweisen OKR-Ausstellung stellen sich die Team gegenseitig vor, welche Ziele und OKR sie sich für das nächste Quartal vornehmen. So werden gegenseitige Transparenz und Teilhabe in deiner Firma gefördert.

Ein kleiner Fun Fact zur OKR Methode

Andrew Grove, der die OKR Methode 1983 bei Intel erfunden hat, beschreibt die Methode in seinem Buch auf leglich zwei Seiten.

Das zeigt: Heutige Lehrbücher, Seminare und Agenturen zur OKR Einführung erscheinen dagegen sehr aufgebläht.

Die OKR Methode einzuführen und im Team zu leben ist nicht schwer und wird ganz schlank und einfach Schritt für Schritt in jeder Firma gelingen!

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Unternehmens-Vision formulieren: 8 inspirierende Beispiele https://talente.co/motivation/6363/unternehmens-vision-formulieren-beispiele-bhag/ https://talente.co/motivation/6363/unternehmens-vision-formulieren-beispiele-bhag/#respond Tue, 16 Jun 2020 10:54:43 +0000 https://talente.co/?p=6363 In diesem dritten von vier Teilen der Serie „Unternehmenskultur & Ziele“ geht's darum, wie du eine gute Unternehmens-Vision formulieren kannst. Du bekommst 8 inspirierende Beispiele für Unternehmens-Visionen und ... Read more

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In diesem dritten von vier Teilen der Serie „Unternehmenskultur & Ziele“ geht's darum, wie du eine gute Unternehmens-Vision formulieren kannst. Du bekommst 8 inspirierende Beispiele für Unternehmens-Visionen und BHAGs bekannter Unternehmen.

Was wollt ihr erreichen? Wie sieht euer Big Hairy Audacious Goal aus? Wie wirst du das ganz einfach erreichen? 

Du erfährst ein paar einfache Tipps und Tricks, wie du für deine Firma und dein Team eine gute Unternehmens-Vision formulieren kannst. 💡

Teil 1 dieser Serie findest du hier: Firmenwerte definieren: Core Values finden in 4 Schritten [+ Beispiele]

Teil 2 dieser Serie findest du hier: Mission Statement Beispiele: Starte mit dem Warum!

Das „Was“: Unternehmens-Vision formulieren – Wie soll eure Zukunft aussehen?

Nachdem wir uns in der letzten Folge dieser Serie dem „Warum“ gewidmet haben, geht's nun also um das „Was“.

Was wollt ihr gemeinsam für eure Kunden und eure Firma erreichen?

Wie sieht eure Welt in der Zukunft aus? 🌍

Es darf ruhig ein sehr ambitioniertes und nahezu unerreichbar scheinendes Zielbild sein. Das ist eure Unternehmens-Vision.

Nur dann werdet ihr wirklich etwas bewegen und nur dann wird es euch jeden Tag motivieren!

Manche nutzen im Kontext der Vision auch einigermaßen synonym den Begriff „BHAG“.

Was bitte ist ein BHAG?

Das „Big Hairy Audacious Goal“ wurde von Jim Collins & Jerry Porras in ihrem 1994 erschienen Buch Built to Last: Successful Habits of Visionary Companies erstmals vorgestellt.

Darin sagen sie:

“A true BHAG is clear and compelling, serves as unifying focal point of effort, and acts as a clear catalyst for team spirit. It has a clear finish line, so the organization can know when it has achieved the goal; people like to shoot for finish lines.”

Also: Es geht um ein klar definiertes Zielbild, dass du mit deiner Company und deinem Team zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft erreicht haben willst.

Es ist also ein SMART-Goal: Spefizisch. Messbar. Akzeptiert/erreichbar. Relevant. Terminiert.

Wie sieht die Welt oder die Welt deiner Zielgruppe, Kunden und Mitarbeiter zu diesem Zeitpunkt genau aus, wenn ihr eure Mission aus dem letzten Artikel, getragen von euren Werten aus dem vorletzten Artikel in der Realität auf die Straße bringt?

Lass es eine echte Herausforderung für dich und deine Mitarbeiter sein, die euch jeden Tag motiviert.

Inspirierende Unternehmens-Visionen: Beispiele und BHAGs

Hier habe ich einige inspirierende Visionen und BHAGs bekannter Unternehmen für dich aufgelistet:

Bei der Gründung von Nike 1971 war die Vision, der BHAG, ganz einfach “Crush Adidas”. Eine Welt, in der es Adidas nicht mehr gibt.

Ähnlich war es bei Lamborghini und Ferrari – hier dauert die starke Konkurrenz, fast Feindschaft ebenfalls weiter an. Und das motiviert alle Mitarbeiter der beiden Firmen jeden Tag aufs Neue.

Übrigens: Zum Thema “Mitarbeiter motivieren durch ein Feindbild” findest du einen schönen Hack in meinem (noch!) kostenlosen E-Book „222 Talente Hacks für Leader“.

Ford hatte in den frühen 1900ern die Vision „Democratize the automobile“. Man sieht also: Visionen und BHAG dürfen angepasst und geändert werden, wenn es erreicht wurde.

Gleiches gilt für Microsoft’s Vision von 1980: „A computer would be on every desk and in every house“. Diese Vision würde heute niemanden mehr motivieren. Damals schien sie nahezu unerreichbar.

So motiviert Elon Musk sich selbst und seine Mitarbeiter bei SpaceX mit der Vision „There are people on Mars“.

Insbesondere BHAGs sind oft auch in knallharten Business-Zahlen ausgedrückt. Wal-Mart hatte 1990 den BHAG „Become a $125 billion company by year 2000“.

McDonald’s hat die Vision „To be the world’s best quick service restaurant experience“.

Auch bei Talentmagnet haben mein Mitgründer Nicolas und ich letztens unsere Vision beziehungsweise unseren BHAG festgelegt. Wir haben uns für ein ausführlicheres und auf Zahlen basiertes Zielbild entschieden:

„Bis 2023 wissen 1 Million Personalentscheider von Unternehmen mit max. 250 Mitarbeitern in DACH, dass sie mit dem Talentmagnet-System schnell gute Mitarbeiter durch smarte Online-Technologien finden können.“

4 Hacks, um eure Unternehmens-Vision zu formulieren und zum Leben zu bringen

Und hier noch ein paar weitere Hacks aus meinem E-Book “222 Talente Hacks für Leader” rund um das Thema Unternehmens-Vision formulieren und auf die Straße bringen für dich und dein Team:

Damit du das „Was“, also die Unternehmens-Vision oder den BHAG, mit deinen Teammitgliedern erfolgreich formulieren und auf die Straße bringen kannst, habe ich hier vier kurze Hacks aus meinem E-Book “222 Talente Hacks für Leader” für dich zusammengestellt. Noch kannst du dir die kostenlose E-Book Version hier herunterladen, bis diesen Sommer seine Print-Version im Haufe-Verlag erscheint.

E-Book Hack 95: Arbeite mit einer Erwartungsliste während der Probezeit

Stecke eine Liste mit klaren Erwartungen und einem Zielbild, also der Vision des Mitarbeiters, bereits vor seiner Einstellung ab. Checke dann in festen Intervallen (2 Wochen, 8 Wochen, 12 Wochen, 16 Wochen) gemeinsam mit dem Mitarbeiter, wie gut die Erwartungen und das Zielbild erfüllt sind.

E-Book Hack 134: Kreiere eine 1-Jahres-Vision mit deinem Team

Erarbeite mit deinem Team ein möglichst detailliertes Bild, wie euer gemeinsamer Arbeitsalltag in einem Jahr aussehen soll. Skizziert einen ganzen Arbeitstag: Wie kommt ihr ins Büro? Wie sieht es dort aus? Wer ist dort? Wie kommuniziert ihr miteinander? Wie arbeitet ihr miteinander? Definiert dann rückwärts die Schritte, die ihr gehen müsst, um von der heutigen Situation aus zu dieser Vision zu kommen.

E-Book Hack 201: Visualisiere Ziele aus dem Team heraus und mache sie erlebbar

Das frühzeitige Visualisieren und erlebbar Machen von Zielen und sind die mächtigsten Instrumente, um Menschen fürs das Erreichen dieser Ziele zu motivieren. Wie kannst du eure Unternehmens-Vision, eure Mission oder eure Quartalsziele für deine Mitarbeiterinnen zum Beispiel im Büro prominent visualisieren? Könnte zum Beispiel jedes Team seine Ziele den anderen Teams in Form eines kurzen Videos präsentieren?

E-Book Hack 184: Mache den Status aller Zahlen, KPIs und Ziele täglich aktualisiert sichtbar für alle

Durch einen KPI Screen im Eingangsbereich deiner Firma, sehen alle Mitarbeiter jeden Tag, welche die wichtigsten Zahlen und KPIs sind und welchen Status sie gerade haben. Hier ist weniger mehr!

Wir hatten zum Beispiel in unserem Startup Familonet nur eine einzige KPI (die Conversion-Rate von App-Download zu Registrierung) ganz groß auf dem Screen in unserem Office hängen. So konnte jeder Mitarbeiter jeden Morgen sehen, ob die zentrale KPI in den letzten 24 Stunden weiter angestiegen ist.

Nächste Woche erscheint der vierte in dieser Serie „Kultur & Ziele“. Darin werden wir uns der Strategie deiner Firma widmen. Es geht also darum, wie ihr eure Ziele dann auch wirklich in der Realität auf die Straße bringt. 

Insbesondere werden wir uns in Folge 4 die besten Tricks anschauen, um durch die agile Zielsetzungsmethode OKR schnell und einfach gute Ergebnisse im Team zu erreichen.

Viel Spaß beim Formulieren der Unternehmens-Vision und der Umsetzung in deinem Team! 😊

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Wechsel in eine Festanstellung: Checkliste für Freelancer*innen https://talente.co/karriere/6343/wechsel-in-eine-festanstellung/ https://talente.co/karriere/6343/wechsel-in-eine-festanstellung/#respond Wed, 10 Jun 2020 13:11:00 +0000 https://talente.co/?p=6343 Julia Lees gehört der Geschäftsleitung vom sum.cumo an. Sie verantwortet den Bereich People & Culture und ist seit Unternehmensgründung mit an Bord. Hier hat sie ... Read more

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Julia Lees gehört der Geschäftsleitung vom sum.cumo an. Sie verantwortet den Bereich People & Culture und ist seit Unternehmensgründung mit an Bord. Hier hat sie eine Checkliste erstellt, die bei der Entscheidung helfen soll, ob ein Wechsel in die Festanstellung für dich das Richtige ist.

Die IT-Branche wächst und wächst, leidet aber gleichzeitig mit jedem Jahr mehr unter dem Fachkräftemangel. Das bedeutet, dass sich fähige Entwickler*innen die Jobs und die Beschäftigungsform als Freelancer*innen oder in Festanstellung fast aussuchen können. 

Der Wechsel aus der Selbstständigkeit in die Festanstellung hat mit einigen Vorurteilen zu kämpfen und wird zuallererst mit Einschränkungen verbunden. Warum eigentlich? Wir haben nach Gesprächen mit Menschen, die beide Seiten kennengelernt und beurteilt haben, eine Checkliste für Freelancer*innen zusammengestellt, die bei der Entscheidung für oder gegen eine Festanstellung helfen soll.

1. Moderne Unternehmenskultur – wie wird kommuniziert, wie wird Führung gelebt? Wie ist das Klima, wie hoch ist die Fluktuationsrate?

Wer über den Wechsel in eine Festanstellung nachdenkt, sollte auf die Arbeitsweise und Kultur des potentiellen Arbeitgebers achten: Wie frei bin ich in der Festlegung von Arbeitszeit und -ort? Wie offen und transparent wird kommuniziert und wie wird Führung hier gelebt? Da die Zusammenarbeit für einen längeren Zeitraum ausgelegt ist, ist es für Festangestellte wichtig, die eigenen Ansichten auch zu vertreten. So ist es von Vorteil in einem Unternehmen zu arbeiten, das bereit ist, neue Ideen zuzulassen und sich immer weiter zu verbessern. 

So erzählte uns ein Festangestellter, der zuvor neun Jahre als Solo-Freiberufler gearbeitet hatte, von seiner Arbeit in der neuen Umgebung. Das Unternehmen lebe die Philosophien „Es muss den Mitarbeitern gut gehen“, „Family First“, „Wir wollen, dass die Arbeit Spaß macht“. Er kannte das Unternehmen aus seiner Freelancerzeit und wusste, dass er sich nicht aus der Unabhängigkeit in eine Maschinerie begibt, die ihre Mitarbeiter links liegen lässt. Das hat ihn überzeugt.  

Dennoch sind viele Freelancer der Ansicht, dass ihnen ihre gewohnte Beschäftigungsform mehr Flexibilität und Freiheiten bietet. Um das beurteilen zu können, sollte man versuchen im Voraus abzuschätzen, wie Führung im jeweiligen Unternehmen gelebt wird. Besonders geschätzt werden flache Hierarchien sowie eine transparente und ehrliche Kommunikation. Auch gilt es in Erfahrung zu bringen, welche konkreten Angebote und Möglichkeiten das Unternehmen bietet, um frei und flexibel bleiben zu können. Aus unseren Gesprächen ergab sich, dass auch Festangestellte in modernen Unternehmen einen freien Gestaltungsraum haben und ihre Arbeitszeit sehr flexibel einteilen können. 

Grundsätzlich ist zu empfehlen, sich vorab ein Bild vom Arbeitsklima des neuen Arbeitgebers zu machen. Ein Blick auf die Fluktuationsrate kann einen guten Eindruck vom Teamzusammenhalt geben. Gibt es gemeinsame Events und Aktionen? Wie stehen die Mitarbeiter zum Unternehmen? Wie ist die Stimmung der Kolleg*innen untereinander? Gibt es die Möglichkeit, sich aktiv an der Weiterentwicklung und Gestaltung der Arbeitskultur und des Alltags zu beteiligen? Das alles sind Faktoren, die bei der Entscheidung für oder gegen die Anstellung berücksichtigt werden sollten.

2. Was ist dir lieber: Regelmäßig neue Themen oder langfristige, feste Projekte? 

Freelancer sind versierte Experten auf ihrem Gebiet, die dank ihres Know-hows in den unterschiedlichsten Aufgabenstellungen schnell eingearbeitet sind und ein Unternehmen bereichern können. Im Unternehmen wiederum gibt es erfahrene Mitarbeiter, die sich in einigen Jahren thematisch sehr umfangreich mit den verschiedenen Kunden, den Branchen und Projekten auseinandergesetzt haben. Jede*r muss für sich selbst abwägen, was einem mehr liegt: fachlich versierter, zeitlich begrenzter Einsatz oder langfristige Zusammenarbeit mit vertrauten Kolleg*innen an beständigen Projekten.

Einer unserer Gesprächspartner erzählte, dass er zur Festanstellung gewechselt sei, da er Projekte gern langfristig verfolgt, um über die Zeit verschiedene Aspekte von wachsenden Vorhaben kennenzulernen. Auch der regelmäßige Austausch mit den bekannten Kolleg*innen sei in der Festanstellung intensiver. 

3. Wie ist die Arbeitsausstattung und welche Benefits gibt es?

Die Basis für gute Arbeit besonders in der IT-Branche ist eine gute technische Ausstattung. Und auch die Gestaltung der Büroräume lässt erkennen, wie sehr ein Unternehmen die Arbeit seiner Mitarbeitenden schätzt. 

Einige Tech-Companies denken soweit, dass sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht nur die Arbeit vereinfachen wollen, sondern auch deren Leben. Deshalb schnüren sie mitunter individuelle Pakete aus Boni, Sonderleistungen, Regelungen und Förderungen, die jedem Einzelnen relevante Vorteile verschafft. Zwar gibt es auch für Freelancer Sonderzahlungen in Form von Geldprämien und Sachzuwendungen, allerdings werden diese eher selten gegeben. Man sollte sich bewusst sein, dass die Möglichkeiten an Benefits hier begrenzt sind.

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4. Welche Weiterentwicklungschancen gibt es nach dem Wechsel in die Festanstellung?

Gerade in einer sich schnell weiterentwickelnden Branche wie der IT, egal ob als Freelancer oder als Angestellter, ist es wichtig, sich stets weiterzubilden, moderne Arbeitsmethoden und die neuesten Entwicklungen der Branche mitzuverfolgen. 

Unseren Befragten war die Einstellung des Unternehmens zur Weiterbildung wichtig. Einige Unternehmen bieten die Möglichkeit, an Tech-Konferenzen teilzunehmen oder sie fördern die Community etwa durch die Organisation von Meetups. So entstehen wertvolle Kontakte und ein Netzwerk in der Branche, von denen die eigenen Mitarbeitenden profitieren können. Freelancer*innen sind hingegen mehr oder weniger auf sich allein gestellt, müssen die Weiterbildung selbst bezahlen und ihr Netzwerk alleine aufbauen. 

5. Wie attraktiv sind die eingesetzten Technologien, die Projekte und die Kunden?

Um auf dem neuesten Stand arbeiten zu können, ist der Einsatz moderner Technologien wichtig. Die befragten Kollegen betonen, dass sie als Festangestellte gern langfristige, wachsende Projekte begleiten. Auch schätzen sie den konstanten Austausch mit vertrauten Kolleginnen und Kollegen sehr. Auch eine eigene Produktentwicklung kann spannend sein und die Chance, Erfahrung in unterschiedlichen Kundenteams zu sammeln. Diese Faktoren kann man fraglos der sehr freien Gestaltung in der Freelancer-Arbeit gegenüberstellen. 

Nicht zuletzt ist auch der Blick auf die Kunden des Unternehmens wichtig. Die Attraktivität der täglichen Arbeit und die erfolgreiche Umsetzung eines Projektes werden maßgeblich vom Auftraggeber bestimmt. Kann man sich mit den Produkten und der Mentalität identifizieren und sich vorstellen, für ihn zu arbeiten? Antworten auf diese Fragen können bei der Entscheidung über den Schritt zur Festanstellung helfen. 

6. Der richtige Zeitpunkt für den Wechsel – Wie kann mir eine Festanstellung in Zeiten der Familiengründung helfen? Wie ist das Gehaltsniveau?

Am Ende ist die Frage nach der Beschäftigungsform natürlich auch eine rechnerische Entscheidung. So mancher Freelancer verdient astronomische Beträge. Es ist aber selbstverständlich, dass er sich selbst um Altersvorsorge, Krankenversicherung, Weiterbildung und Büroausstattung kümmert. 

Wie hoch ist der Nettoverdienst, wie viele unbezahlte Tage für Urlaub, Krankheit, Weiterbildung hat man als Freiberufler, die man als Festangestellter bezahlt bekommt? Dazu sollte der effektive Stundenlohn rechnerisch verglichen werden, um dann über die Zusammenarbeit mit einem Unternehmen zu entscheiden. Beide Parteien müssen hier einen Kompromiss finden.

Geht es um Familiengründung, kommt dem Freelancer die freie Zeiteinteilung zwar ohne Frage zugute, allerdings haben junge Familien auch einige Herausforderungen, neben der allgemein fehlenden Sicherheit und dem unsteten Einkommen, zu meistern. Um den Lebensunterhalt zu sichern sind Eltern darauf angewiesen, schnell wieder in den Job einzusteigen, da im schlimmsten Fall regelmäßige Projekte und Auftraggeber wegfallen. Erschwerend kommt noch hinzu, dass der Verdienst jeglicher Art in der Elternzeit vom Elterngeld abgezogen wird und außerdem Steuern und Abgaben gezahlt werden müssen. Die frühe Rückkehr in den Job stellt somit für viele eher eine Doppelbelastung als Erleichterung dar. Um genügend Zeit für den Nachwuchs und keine zusätzlich anfallenden Kosten für Kinderbetreuung zu haben, sollte der Zeitpunkt der Familiengründung gut überlegt sein.

7. Wie sieht so ein Wechsel im Lebenslauf aus? Und ist das heute überhaupt noch wichtig?

Schon seit einigen Jahren sind Lebensläufe nicht mehr linear, sondern situationsbezogen. So ist ein Wechsel zwischen Freelancer-Dasein und einer Festanstellung jederzeit möglich – und auch nicht nur einmalig. Schon lange muss sich niemand mehr wegen seiner bisherigen beruflichen Laufbahn oder wegen Lücken und Kündigungen im Lebenslauf schämen. Viel wichtiger als ein perfekt designter, inhaltlich optimierter Lebenslauf ist der Glaube in seine eigenen Stärken und Fähigkeiten. Negative Erlebnisse und Erfahrungen sollten nicht verdrängt und verschwiegen, sondern reflektiert und positiv verarbeitet werden.

Die berufliche Vergangenheit ermöglicht dem potentiellen Arbeitgeber den Einblick in das Fach- und Erfahrungswissen des Bewerbers und lässt die Einschätzung einer erfolgreichen Zusammenarbeit zu. Gelassenheit und Selbstvertrauen in das eigene Können bilden die Basis für eine überzeugende Bewerbung – das kann kein noch so perfekter Lebenslauf ersetzen.

Wechsel in eine Festanstellung: Fazit 

Für den Wechsel von der Selbstständigkeit in die Festanstellung fassen wir zusammen, dass sich jede*r bewusst für die individuell passende Variante entscheiden sollte. Das kann auch bedeuten, lieber länger zu suchen und das Unternehmen vorher kennenzulernen, um so für beide Seiten die jeweilige Passung auszuloten. Viele Unternehmen bieten heutzutage ihren Mitarbeitenden viele Möglichkeiten, Freiheit und Flexibilität zu leben. Während starre Strukturen und mangelnde Anpassungsfähigkeit seitens des Arbeitgebers überholt sind, stehen Langfristigkeit und beidseitige Zufriedenheit im Fokus.


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Hier gibt's 7 Beispiele inspirierender Mission Statements berühmter Unternehmen und 5 Hacks, wie du dies ganz einfach und wirksam in deiner Firma umgesetzt bekommst!

Den ersten Teil dieser Serie Firmenwerte definieren: Core Values finden in 4 Schritten [+ Beispiele]

Ist das Mission Statement nur für Marketing-Menschen oder Esoteriker?

„Michael, dieses Ding mit der Mission kann nur von einem Marketing-Menschen oder von einem Esoteriker kommen. Bei mir sollen die Leute einfach ihren Job gut machen!“

Das hörte ich letztens vom Inhaber einer Firma auf die Nachfrage, ob seinen Mitarbeitern ihre Mission, das Warum – oder besser das Wofür – klar sei.

Und ich kann diese Antwort nachvollziehen.

Auch ich bin tendenziell kritisch, wenn es sich um irgendeinen neuen New-Work-Hokuspokus handeln könnte, den Firmen jetzt wieder adaptieren müssen.

Das Warum, das Mission Statement, ist für mich allerdings die echte Grundlage dafür, Menschen dazu zu motiveren, großartige Ergebnisse zu erschaffen.

Was treibt uns an? Wofür tun wir all das, was wir jeden Tag tun?

Baut der Maurer einfach eine Mauer oder einen wichtigen Part einer prächtigen Kathedrale?

Nur wenn uns das klar ist, werden wir Menschen zur besten Version unserer selbst auflaufen.

Wie du dieses Warum für deine Firma oder dein Team ganz einfach erarbeiten und in euren Alltag integrieren kannst, darum geht's in meinem heutigen Podcast.

Baut der Maurer eine Mauer oder eine Kathedrale?

Bleiben wir einmal beim Beispiel des Maurer.

Die Aufgabe unseres Maurers ist es, jeden Tag Stein auf Stein zu setzen. Nur langsam wird die Mauer immer höher. Es ist eine monotone, stupide und abwechslungslose Arbeit. Plötzlich fängt es auch noch an zu regnen und zu winden, wie verrückt. Und das bei einer Temperatur kurz über dem Gefrierpunkt. 

Der Maurer denkt: Warum tu ich mir das hier an? Ich habe noch so viel Mauerwerk vor mir, es ist kein Ende in Sicht. Es ist nass, mir ist kalt und die Arbeit ist langweilig.

Was fehlt dem Maurer in diesem Moment?

Du ahnst es: Sein Warum.

Wäre dem Maurer klar, dass er hier nicht einfach eine Mauer baut – sondern dass er einen Teil einer großen, prächtigen Kathedrale baut, in der zukünftig hunderte und tausende Gläubige beten und klagen können und ihr Seelenheil finden werden – seine Motivation wäre eine andere.

Das ist deine Aufgabe als guter Leader, als Unternehmer und Führungskraft:

Simon Sinek würde in seinem berühmten Buch sagen: „Start with Why: How Great Leaders Inspire Everyone to Take Action“

Aber wie geht das? Wie bekomme ich den Purpose, das „Warum“ – oder auf deutsch noch besser das „Wofür“ an mein Team kommuniziert?

Hier bekommst du ein paar Inspirationen guter Missionen sowie einige der besten Hacks, die ich von großartigen Leadern weltweit für dich gesammelt und kuratiert habe, um das Warum, das Mission Statement, den Purpose gut und einfach zu erarbeiten und an deine Leute zu kommunizieren!

Wofür existiert dein Unternehmen über das Geld verdienen hinaus?

Grundsätzlich ist das Mission Statement das, wofür eine Firma existiert, das über das Geld verdienen hinaus geht.

Ein kleines Beispiel: Mein Mitgründer Nicolas und ich haben uns zuletzt unser Mission Statement bei Talentmagnet erarbeitet und definiert. Wir haben uns gefragt, was treibt uns an? Was ist unsere intrinsische Motivation, bei dem, was wir mit Talentmagnet tun, was über das reine Geld verdienen hinaus geht? 

Natürlich ist das Geld verdienen wichtig für ein Unternehmen. Aber welchen Fußabdruck wollen wir darüber hinaus hinterlassen? Wie, wodurch und womit wollen wir unseren Kunden wirklich helfen? Wir sind dann auf folgende Mission gekommen:

„Fehlende Top-Mitarbeiter dürfen für kleine und mittlere Unternehmen nicht der Engpass beim Erreichen ihrer Ziele sein!“

Dafür wollen wir sorgen. Dafür wollen wir stehen. Das treibt uns an und motiviert uns.

Inspirierende Mission Statement Beispiele

Hier habe ich einige spannende Mission Statement Beispiele berühmter Unternehmen für dich aufgelistet.

  1. Google

    „To organize the world's information and make it universally accessible and useful.“

  2. Tesla

    „To accelerate the world’s transition to sustainable energy.“

  3. LinkedIn

    „To connect the world’s professionals to make them more productive and successful.“

  4. Facebook

    „To give people the power to share and make the world more open and connected.“

  5. BBC

    „To enrich people’s lives with programmes and services that inform, educate and entertain.“

  6. Walmart

    „We save people money so they can live better.“

  7. Asana

    „To help humanity thrive by enabling all teams to work together effortlessly.“

5 Hacks für gute Mission Statements in deinem Team

Damit du das Warum beziehungsweise das Wofür mit deinen Teammitgliedern erfolgreich definieren und einsetzen kannst, habe ich hier fünf kurze Hacks aus meinem E-Book “222 Talente Hacks für Leader für dich zusammengestellt. Noch kannst du dir die kostenlose E-Book Version noch hier herunterladen, bis diesen Sommer seine Print-Version im Haufe-Verlag erscheint.

E-Book Hack 125: Mache neuen Leuten am ersten Tag den Sinn ihrer Arbeit klar

Erkläre neuen Mitarbeitern direkt am ersten Tag, das Warum ihrer Rolle im Unternehmen. Was ist ihre persönliche Vision und Mission im Kontext des gesamten Unternehmens?

E-Book Hack 174: Sorge für klare Verantwortlichkeiten, Rollen, Ziele und Aufgaben

Übergib jedem Mitarbeiter die Verantwortung für ein bestimmtes Thema oder Projekt, das auf das Warum der Firma einzahlt. Mitarbeiter müssen ihre klare Mission und den Sinn ihrer Aufgabe kennen, damit eine Identifikation mit dem Unternehmen und der Marke entsteht.

E-Book Hack 182: Argumentiere über das Warum, um Akzeptanz für harte Entscheidungen zu ernten

Wenn du transparent erklärst, warum bestimmte Entscheidungen mit eurem Warum und Wofür einhergehen, wird dein Team dir größeres Verständnis auch für schwierige und unpopuläre Entscheidungen entgegenbringen.

Bonus-Hack 1: Nutze das Warum deiner Firma, um im Recruiting die richtigen Kandidaten anzuziehen

Es werden sich verstärkt Menschen bei dir bewerben, die sich mit eurem Warum identifizieren können. Nicht passende Bewerber werden automatisch herausgefiltert.

Bonus-Hack 2: Mach's wie der Google Gründer und sei ein CRO

Einer der Google Gründer soll sich auch „CRO“ = Chief Repeating Officer genannt haben. Eine Daumenregel besagt, dass es drei Wiederholungen bedarf, um Menschen zu überzeugen. Und dass es sechs Wiederholungen bedarf, damit sie sich langfristig daran erinnern. Damit die Mission und das Wofür bei allen Mitarbeitern stets präsent ist und sie jeden Tag motiviert, gilt das insbesondere auch für euer Mission Statement.

Viel Spaß beim Aufsetzen und Umsetzen des Mission Statements in deinem Team oder deiner Firma! 😊

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Digitalisierung im Sport: „Die Eintrittsbarriere ist bei Online-Kursen geringer“ https://talente.co/unternehmertum/6305/digitalisierung-im-sport/ https://talente.co/unternehmertum/6305/digitalisierung-im-sport/#respond Mon, 08 Jun 2020 12:30:25 +0000 https://talente.co/?p=6305 Moritz Kreppel hat als Co-Founder und CEO von Urban Sports Club das größte Sport-Flatrate-Unternehmen Europas aufgebaut. In unserem Interview verrät er, wie Corona die Digitalisierung ... Read more

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Moritz Kreppel hat als Co-Founder und CEO von Urban Sports Club das größte Sport-Flatrate-Unternehmen Europas aufgebaut. In unserem Interview verrät er, wie Corona die Digitalisierung im Sport vorangetrieben hat und wie er die Zukunft von Fitnessstudios einschätzt.

Lieber Moritz, schön, dass du dir die Zeit nimmst!

Moritz, noch Mitte Februar haben wir uns in eurem schicken Berliner Office getroffen, um ein Interview für den TALENTE Podcast aufzunehmen. Du erzähltest mir von euren Expansionsplänen, sowohl was eure Standorte und die Mitarbeiterzahl als auch eure Partner angeht. Nur rund vier Wochen später wurde euch durch die Corona-Maßnahmen plötzlich in ganz Europa die Grundlage eures Businesses entzogen. Sport- und Fitnessstudios mussten schließen.

Wie würdest du diesen Moment für dich beschreiben? Was ging dir durch den Kopf? Welche Maßnahmen haben du und dein Co-Geschäftsführer ergriffen und wie habt ihr entschieden, was zu tun war?

Moritz Kreppel: Es war eine nie dagewesene Situation, als unsere Mitglieder und über 10.000 Partnerstandorte europaweit in den Lockdown versetzt wurden. Wir konnten weder Einfluss darauf nehmen noch konnten Experten einschätzen, wie lange dieser Zustand dauern würde. Wer es aber gewohnt ist, Situationen zu lenken, weiß, wie wichtig es ist, sich in einer Krise nicht emotional überrollen zu lassen. Benjamin Roth, meinem Mitgründer und mir ging es darum, mit dem Team in den Ländern schnell und effizient zu analysieren und zu entscheiden: Wie können wir jetzt allen Beteiligten helfen? 

Das Ziel war klar: Partner bestmöglich unterstützen, das Team und unser Business schützen und den Mitgliedern Sport ermöglichen, sprich die Digitalisierung im Sport voranzutreiben. Wir haben konzentriert Prioritäten gesetzt und pro Land entschieden, was das jeweils Wirkungsvollste und Einfachste ist, das wir zu diesem Zeitpunkt tun können. Darauf basierend haben wir innerhalb weniger Stunden die strategische Entscheidung getroffen, die optionale Sofort-Pause für Mitglieder einzuführen und das Sport-Angebot auf Online-Kurse umzustellen.

Unser Team in Italien war schon früher im Homeoffice, sodass wir dort erste Piloten mit Kursen per Livestream für unsere Mitglieder gestartet hatten. Für unsere Partner haben wir uns dann gegen vorproduzierte Videos und für Live-Kurse aus den Studios entschieden. Der Vorteil für unsere Partner: Einkünfte trotz Schließung und Mitgliederbindung. Für unsere Mitglieder: Sport mit den vertrauten Trainerinnen und Trainern. Das war sehr wichtig für das Gemeinschaftsgefühl.

Ein Unternehmen muss in einer Krise keine 180-Grad-Wendung hinlegen, aber man muss sich sofort anpassen, wenn es nötig ist. Wir mussten sicherstellen, dass wir in 18 Monaten noch relevant sind. Jede Firma muss auch jetzt zeigen, dass sie sich an Covid-19 und die Zeit danach anpasst, alles andere wäre weltfremd. 

Ihr habt ja dann recht schnell eine Plattform für Remote-Kurse für Zuhause aufgebaut. Was waren hier die Herausforderungen? Wie konntet ihr euer Team dafür begeistern und motivieren, während ja auch eure Mitarbeiter plötzlich aus dem Home Office miteinander arbeiten mussten?

Moritz Kreppel: Der Wechsel über Nacht ins Homeoffice war keine Herausforderung für uns. Wir haben ein internationales Team, dazu Büros von Urban Sports Club und OneFit in sieben europäischen Ländern. Video-Calls oder flexible familien- und sportfreundliche Arbeitszeiten haben wir seit Jahren. Zudem arbeiten wir mit cloud-basierten Tools und nutzen Smartphones statt Festnetztelefonen.

Wie die Digitalisierung den Sport verändert hat

Unser Sport-, Fitness- und Wellness-Angebot vor Ort bei den Partnern auf Online-Kurse umzustellen – das war herausfordernd.  In den letzten Jahren sind Benjamin und ich als Co-Gründer und CEOs durch das Wachstum von zwei auf 500 Teammitglieder immer mehr in die Geschäftsführer-Rolle gewechselt. Plötzlich haben wir uns fast wieder wie Gründer gefühlt. Wir haben ein neues Produkt innerhalb von wenigen Tagen gelauncht: Die Technik, Kurse, Inhalte, Marketing und Kommunikation – all das war vollkommen neu für unsere Partner, Mitglieder und für uns selbst. Es war nur eine leichte Kursänderung, aber hat unser Business entscheidend bereichert. Wir haben die gleiche Mission – Menschen zu einem gesunden und aktiven Leben zu motivieren – , aber einen anderen Ansatz durch das Online-Format. 

Manche Angebote wie Spa oder Wellness lassen sich allerdings einfach nicht an ein Online-Angebot anpassen. Wobei ein Pariser Massage-Studio sogar einen Selbst-Massage-Kurs angeboten hat. Manche haben ungeahnte Kreativität entwickelt. Bei Yoga-, Fitness- und Tanzkursen funktioniert das Online-Format richtig gut. 

+++ Du möchtest jede Woche ein Stück besser werden? ❤ Dann melde dich jetzt für den TALENTE Hacksletter an! 1x pro Woche 3 sofort umsetzbare Hacks, die dich als Leader noch erfolgreicher machen. Hier geht's zur Anmeldung. +++

Nicht nur die Digitalisierung im Sport ist für euch ein Thema. Wie hast du während der gesamten Corona-Zeit die Kommunikation an deine Mitarbeiter gehandhabt? Gab es etwa regelmäßige Chat- oder Video-Updates ans Team? Wie habt ihr sichergestellt, dass alle Mitarbeiter mit den gleichen Infos versorgt werden?

Moritz Kreppel: Wenn eine Krise eintritt, ist es ganz wichtig, sehr regelmäßig und offen mit dem Team, Kunden, Partnern, Investoren und dem gesamten Ökosystem zu sprechen. Die Antworten sind von unschätzbarem Wert für den Umgang mit der Gesamtsituation. 

Es geht darum, dass man dem Team weiterhin das Gefühl gibt, ein Unternehmen zu sein, und dass Kommunikation und eine klare Ausrichtung vorhanden sind, damit alle sich weiterhin konzentrieren und danach handeln können.

Im Team kommunizieren wir per Video-Call, über E-Mail, Newsletter und Slack. Je nachdem, um welches Thema es geht und für wen die Nachricht relevant ist. Unsere Monatsmeetings mit der gesamten Firma gibt es auch als Stream, sodass alle auf demselben Stand sind.

Unsere Teams halten das Geschäft am laufen, sind gut organisiert, haben tägliche Check-ins, um zu sehen, dass es allen gut geht und sie alles haben, was sie für den Tag und ihre Arbeit brauchen. In diesen Zeiten raten wir sogar eher zur “Überkommunikation” und nehmen in Kauf, dass die Frequenz interner Calls und Mails höher wird. Wir bekommen regelmäßig Feedback, dass das Homeoffice zwar sehr gut funktioniert, aber die meisten sich sehr freuen, bald wieder tageweise ins Büro kommen dürfen. 

Glaubst du, das Corona einen notwendigen Digitalisierungs-A…tritt für Deutschland und Europa mit sich gebracht hat? Oder werden Wirtschaft und Verwaltung in einigen Monaten wieder in alte Muster zurückfallen? Welche Innovationen und Learnings, die während Corona entstanden sind, werden bei euch Bestand haben?

Moritz Kreppel: Ich denke, dass keine Firma oder Verwaltung wieder in alte Muster zurückfällt, wenn z. B. digitale Terminvereinbarungen, medizinische Videosprechstunden oder Online-Vorlesungen das Leben aller Beteiligten erleichtern. Geschäftsreisen werden in Zukunft in Frage gestellt, wenn ein Videocall kostengünstiger und umweltfreundlicher ist – und der persönliche Kontakt nicht unentbehrlich ist. Der Digitalisierungsschub ist spürbar bei allen Generationen. Von Schülern bis zu Großeltern haben sich z. B. alle an das Format Video-Call gewöhnt. Das sehen wir bei unseren Mitgliedern, die jetzt Sport- oder Meditationskurse per Livestream nutzen. Das gilt auch für Lehrende, die im Schnelldurchlauf gelernt haben, online Training zu geben und mit der Sound- und Kameratechnik umzugehen. Das ist Teil der neuen Normalität. 

Ihr wollt auch nach Corona der Digitalisierung im Sport eine Chance geben und euer Hybrid-Produkt beibehalten, das sich insbesondere an Unternehmen richtet, um ihren Mitarbeitern anzubieten, entweder im Sportstudio oder Zuhause zu trainieren. Wie kam es zu dieser Entscheidung und welche strategische Überlegung steckt dahinter? Rechnest du ggf. sogar damit, dass wir Sportstudio-Schließungen beobachten werden?

Die Zukunft der Sport Clubs

Moritz Kreppel: Richtig, die strategische Entscheidung, das Produkt mit Online-Kursen, Training im Freien und vor Ort im Studio zu behalten, basiert auf Mitgliederumfragen und analysiertem Nutzerverhalten. Dieses Hybrid- oder sogar Allround-Produkt bietet Firmen- und Privatkunden Entscheidungsfreiheit und noch mehr Flexibilität. 

Die wirtschaftlichen Langzeitfolgen für die Sport- und Fitnessbranche  sind wegen der zweimonatigen Ausfälle immens.

Auch die notwendigen Hygienemaßnahmen verursachen hohe Mehrkosten. Umso wichtiger ist es für uns, die Partner zu unterstützen und die Vielfalt für die Firmen- und Privatkunden zu bewahren. Für Unternehmen ist es essentiell, gesunde und zufriedene Teams zu haben. Ein Vorteil für alle, die bisher noch weniger aktiv waren: Die Eintrittsbarriere und Hemmschwelle sind bei Online-Kursen geringer. Es stehen Kurse in verschiedenen Sportkategorien wie Fitness, HIIT, Yoga oder Pilates zur Verfügung, die bequem ohne Anfahrtsweg zu Hause alleine getestet werden können. Ein zusätzlicher Vorteil für Mitglieder ist, dass diese sich sowohl für Kurse in Deutschland als auch in den anderen europäischen Ländern einchecken können. Alle Kurse – ob im Studio oder im Freien – richten sich natürlich nach den jeweiligen Hygiene-Bestimmungen. Damit wollen wir erreichen, dass wirklich jedes einzelne Mitglied und alle Teams Sportmöglichkeiten finden, die ihnen Spaß machen und sie damit gesund und aktiv bleiben. 

Tausend Dank, lieber Moritz, für dieses Interview!


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Firmenwerte definieren: Core Values finden in 4 Schritten [+ Beispiele] https://talente.co/unternehmenskultur/6296/firmenwerte-definieren-beispiele/ https://talente.co/unternehmenskultur/6296/firmenwerte-definieren-beispiele/#respond Tue, 02 Jun 2020 13:24:13 +0000 https://talente.co/?p=6296 In diesem ersten von vier Artikeln der Serie zum Thema Unternehmenskultur & Zielen erfährst du, wie du in 4 einfachen Schritten eure Firmenwerte definieren kannst. ... Read more

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In diesem ersten von vier Artikeln der Serie zum Thema Unternehmenskultur & Zielen erfährst du, wie du in 4 einfachen Schritten eure Firmenwerte definieren kannst. Außerdem siehst du brilliante Beispiele für Firmenwerte bekannter Unternehmen.

Was sind die Grundmotive der Zusammenarbeit in unserer Firma?

Was gibt uns Stärke, um unsere Ziele zu erreichen?

Es sind die Werte – oder Core Values – unserer Firma.

Aber wie findest du als Unternehmer, Führungskraft oder Mitarbeiter die Werte deiner Firma oder deines Teams?

Warum sind Firmenwerte besonders relevant in Krisensituationen?

Welche brillianten Beispiele für Firmenwerte bekannter Unternehmen gibt es?

All das erfährst du hier. Es ist der erste von vier Artikeln in meiner Serie zu Unternehmenskultur und Zielen.

Kürzlich haben mein Co-Founder von Talentmagnet Nicolas und ich einen ganzen Tag zusammengesessen und gemeinsam definiert, wie wir zusammenarbeiten wollen, was wir erreichen wollen.

Wir haben uns sozusagen unser eigenes kleines Manifest, unsere Firmenverfassung, gegeben. Wir haben unsere Kultur und unsere Ziele festgezurrt.

Firmenkultur und Ziele setzen sich im Wesentlichen aus vier Komponenten zusammen:

  1. Firmenwerte: Aus welchen Grundmotiven beziehungsweise mit welchen Mitteln wollen wir unsere Ziele erreichen? Auf welchen Grundfesten treffen wir Entscheidungen?
  2. Mission (aka. der Purpose): Hier geht es um unser „Warum“. Wofür, zu welchem Zweck exisitiert unsere Firma, der über das Geld verdienen hinaus geht?
  3. Vision (aka. das Big Hairy Audacious Goal = BHAG): Was wollen wir zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft erreicht haben? Wie soll unsere Welt beziehungsweise die Welt unserer Zielgruppe dann aussehen?
  4. Strategie: Wie sieht der Weg zum Erreichen unserer Ziele aus? Welche Taktiken nutzen wir, um Schritt für Schritt zu unserer Vision zu gelangen, getragen von unseren Firmenwerten und unserer Mission? Hier spielen Zielsetzungssysteme, wie z.B. OKR, eine wichtige Rolle.

Die Firmenwerte sind also eine zentrale Basis der Firmenkultur.

Sie sind Unternehmensstärken, um die große Vision und die Ziele zu erreichen.

Deshalb dürfen Firmenwerte nicht abstrakt-esoterisch formuliert sein, sondern müssen immer einen ganz klaren Zweck verfolgen.

Werte sind insbesondere wichtig für dein Team in Situationen großer Entscheidungen oder in Kriesensituationen.

Brilliante Beispiele für Firmenwerte

Hier siehst du einige brilliante Beispiele von Firmenwerten und Core Values berühmter Unternehmen. 

Spannend zu beobachten ist, dass diese in der Realität immer mehrdimensional anwendbar sind. So richten sie sich beispielsweise nach innen und geben Leitplanken zur Zusammenarbeit im Team. Zudem geben auch ein starkes Statement nach außen in Richtung Kunden, Nutzer und Produkt ab.

Einer der Firmenwerte von Adidas lautet beispielsweise „Performance: Sport is the foundation for all we do and executional excellence is a core value of our Group“.

Dieser Wert von Facebook lässt sich ebenfalls in Richtung Mitarbeiter sowie in Richtung Nutzer und Kunden interpretieren: „Build social value.“

Ebenso verhält es sich bei diesem Value Statement von Google: „Fast is better than slow.“

H&M und Ikea teilen interessanterweise diesen Wert in ihrer Firmenwerte-Liste: „Cost-consciousness.“

Auch der Wert von Twitter spiegelt sich sicherlich nicht ausschließlich im Produkt der Company wieder: „Simplify.“

Firmenwerte defnieren: Core Values in 4 Schritten erarbeiten

Es gibt eine recht einfache Methode, sich den Werten deiner Firma oder deines Teams schnell und einfach anzunähern, die ich dir ans Herz legen möchte.

Lege dir Zettel und Stift bereit und folge mir einfach durch den Prozess. Du wirst sehen, es wird richtig Spaß machen und am Ende erlebst du einen Wow-Effekt. Du wirst eure Firmenwerte besser kennen. Dein Team erhält einen neuen Nordstern für wichtige Entscheidungen und die tägliche Zusammenarbeit: Den eigenen kleinen Kompass, den dein Team immer dabei hat und der ihnen die richtigen Leitplanken setzt.

Nimm dir eine Viertelstunde Zeit und gehe die nächsten 4 Schritte nacheinander durch. Ich empfehle dir, diesen Prozess erst einmal für dich allein zu machen – und ggf. im nächsten Schritt noch einmal mit deinem gesamten (Leadership) Team.

Los geht's!

Schritt 1: 8 kurze Fragen zum Firmenwerte definieren

1. Denke an eine Person in deinem Unternehmen, die…

…das Unternehmen perfekt widerspiegelt. Wie ist sie oder er?

Sammle 3-5 konkrete Adjektive.

2. Wenn alle so wären wie diese Person, …

wie wäre deine Firma dann anders?

Sammle 3-5 konkrete Adjektive.

3. Stelle dir ein Bild von deiner Firma in einer erfolgreichen Situation vor.

Wie ist dieses Bild?

Sammle 3-5 konkrete Adjektive.

4. Wie klingt für dich… 

der perfekte Sound deiner Firma?

Sammle 3-5 konkrete Adjektive.

5. Denke an einen richtig großen Erfolgsmoment deiner Firma zurück.

Wie war dieser?

Sammle 3-5 konkrete Adjektive.

6. Denke an den Zeitpunkt der Gründung oder deines Einstiegs in die Firma zurück.

Was war dir damals wichtig, wie die Firma sein wird?

Sammle 3-5 konkrete Adjektive.

7. Welche Eigenschaften deiner Firma… 

…lassen dich dort jeden Tag gerne gerne arbeiten?

Sammle 3-5 konkrete Eigenschaften.

8. Wenn deine Firma ein Geschmack wäre, …

wie wäre dieser?

Sammle 3-5 konkrete Adjektive.

Schritt 2: Firmenwerte extrahieren

Formuliere die 3-5 wichtigsten Adjektive…

…der Fragen in Schritt 1 als Zustände und vervollständige damit folgenden Satz:

“Wir sind / Wir haben / Wir erreichen _____, _____, _____, _____ und _____ .”

Damit hast du eure Firmenwerte definiert. Glückwunsch!

Schritt 3: Firmenwerte definieren

Definiere alle 3-5 Werte aus Schritt 2…

…mit jeweils 5-7 Worten nach folgendem Schema:

„1. _____ bedeutet für uns _____ . „

„2. _____ bedeutet für uns _____ . „

„3. _____ bedeutet für uns _____ . „

„4. _____ bedeutet für uns _____ . „

„5. _____ bedeutet für uns _____ . „

Damit versiehst du jeden eurer Firmenwerte mit einer eigenen, zu euch passenden Definition. Das ist wichtig, damit alle in deinem Team die gleiche Interpretation der Definition eurer Firmenwerte haben.

Bediene dich für die Formulierung dieser Definitionen auch der anderen Adjektive aus Schritt 1.

Schritt 4: Firmenwerte ausformulieren

Formuliere den Pitch eurer Firmen- oder Teamwerte aus, um ihn nach innen sowie nach außen perfekt kommunizieren und in eurem Arbeitsalltag integrieren zu können. Dafür eignet sich zum Beispiel das folgende Schema:

„Hallo, willkommen bei Meine Firma. Unsere Werte, die uns Stärke geben auf dem Weg hin zu unseren großen Zielen, sind _____, _____, _____, _____ und _____ .

_____ bedeutet für uns _____ .

_____ bedeutet für uns _____ .

_____ bedeutet für uns _____ .

_____ bedeutet für uns _____ .

_____ bedeutet für uns _____ . ”

Umsetzungsaufgaben:

Nach dem Firmenwerte definieren: Smarte Actions zum Umsetzen

Definiere im Anschluss an das Erarbeiten eurer Firmenwerte Action Points nach dem SMART-Schema, wie ihr eure Werte in deiner Firma etablieren werdet:

  • Was soll umgesetzt werden? 
  • Bis wann soll dies geschehen? 
  • Wer ist dafür verantwortlich? 
  • Wie werdet ihr das Ergebnis messen?

Nächste Woche erscheint der zweite von vier Artikeln in dieser Serie zum Thema Kultur & Ziele. Darin werden wir uns der Mission deiner Firma widmen. Es geht also ums „Warum“. Zu welchem Zweck exisitiert deine Firma, der über das Geld verdienen hinaus geht?

Viel Spaß bei der Umsetzung in deinem Team oder deiner Firma! 😊

Übrigens: Wenn es dich interessiert, deine eigenen persönlichen Werte zu finden und zu definieren, solltest du dir meinen Artikel Persönliche Werte Test: Deine eigenen Werte finden in 8 Schritten anschauen.

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Aufgaben delegieren: Dieser simple Trick ist magisch https://talente.co/produktivitaet/6280/aufgaben-delegieren-verantwortung-weitergeben/ https://talente.co/produktivitaet/6280/aufgaben-delegieren-verantwortung-weitergeben/#respond Thu, 28 May 2020 17:11:37 +0000 https://talente.co/?p=6280 Aufgaben delegieren und Verantwortung weitergeben führt zum Erfolg. Das weiß jede Führungskraft – dennoch tun sich viele schwer damit. Hier gibt's einen ganz einfachen Trick, ... Read more

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Aufgaben delegieren und Verantwortung weitergeben führt zum Erfolg. Das weiß jede Führungskraft – dennoch tun sich viele schwer damit. Hier gibt's einen ganz einfachen Trick, mit dem du sofort herausfindest, welche Aufgaben du überhaupt weitergeben kannst und solltest!

Warum trennten die Aldi-Brüder 1961 ihr Imperium in Nord und Süd auf?

Angeblich neigte Theo Albrecht (Nord) zu Mikromanagement, während sein Bruder Karl (Süd) früh Verantwortung delegierte.

Welcher ist Aldi-Teil ist heute mit rund doppelt so viel Umsatz der erfolgreichere?

Süd.

Na klar – den meisten Führungskräften, Unternehmern und Entscheidern ist es nicht neu: Verantwortung weitergeben und Aufgaben an Teammitglieder delegieren führt zum Erfolg.

Dennoch: Viele – inklusive mir – tun sich extrem schwer damit.

Viele Unternehmer und Alphatierchen müssen es erst schmerzhaft lernen. Viele von uns wollen es mehr tun, manche schaffen es einfach nicht: Dinge an Menschen delegieren, die sie besser, schneller oder kostengünstiger erledigen können.

Welche Aufgaben kann ich überhaupt delegieren?

Mein größtes Problem war immer: Was sollte ich überhaupt delegieren?

Erledigt jemand anderes die Aufgaben genauso gut und gleichzeitig schnell, wie ich? Oder habe ich am Ende nur noch mehr Arbeit? Kostet es mich mehr Zeit und Nerven, weil ich immer nochmal nachjustieren und Fehler beseitigen muss?

Heute hilft mir ein ganz bestimmtes Instrument dabei, innerhalb weniger Sekunden zu wissen, ob ich eine bestimmte Aufgabe delegieren und damit Verantwortung weitergeben kann und sollte – oder nicht.

Damit du dich darauf fokussieren kannst, was wirklich wichtig ist, um deine persönlichen und beruflichen Ziele zu erreichen.

Das Zauberwort beziehungsweise das Zaubertool zum Delegieren von Aufgaben lautet: Eisenhower-Matrix!

Die Eisenhower-Matrix unterteilt Aufgaben in vier Quadranten nach ihrer Dringlichkeit und nach ihrer Wichtigkeit.

Die Dringlichkeit findet sich auf der X-Achse: Dinge, die bis zu einem festen, nahenden Zeitpunkt oder zu einer Deadline erledigt sein müssen, sind dringend.

Die Wichtigkeit liegt auf der Y-Achse: Dinge, die notwendig sind, um deine persönlichen oder beruflichen Ziele zu erreichen, sind wichtig.

Aufgaben delegieren und Verantwortung weitergeben mit der Eisenhower Matrix
Die Eisenhower-Matrix: Aufgaben nach Wichtigkeit und Dringlichkeit aufteilen

Um die Wichtigkeit einer Aufgabe einschätzen zu können, ist es natürlich unerlässlich, dir über deine persönlichen und beruflichen Ziele im Klaren zu sein. Dazu habe ich hier den Artikel „Deine persönlichen Ziele in 6 Schritten finden, formulieren und erreichen“ veröffentlicht.

Aufgaben delegieren, Aufgaben löschen

Einmal pro Woche gehe ich nun alle meine Aufgaben in der Inbox meiner To-Do-App durch, und packe eines der voreingestellten Labels an die Aufgaben, sortiere sie also in einen der vier Quadranten der Eisenhower-Matrix:

1. Dringend + Wichtig

2. Wichtig + nicht dringend

3. Dringend + nicht wichtig

4. Nicht Dringend + nicht wichtig

Ich persönlich nutze für diese wöchentliche Aufgaben-Planung und das Delegieren mein GTD-System („Getting Things Done“) in meiner Todoist App. Wie das genau funktioniert habe ich in meiner Podcast Folge TLNT139 “Mehr Produktivität & Wohlbefinden: Stressfreie Selbstorganisation durch GTD” zusammengefasst.

Die klassische Eisenhower-Methode gibt dir nach dem Einsortieren deiner Aufgaben in die vier Quadranten nun folgende Handlungsanweisungen:

1. Dringend + Wichtig: Do now!

2. Wichtig + nicht dringend: Schedule!

3. Dringend + nicht wichtig: Delegate!

4. Nicht Dringend + nicht wichtig: Delete!

Verantwortung weitergeben: Das ist der magische Moment!

Delegate! Hiermit hast du ganz einfach und schnell die Aufgaben gefunden, die du an kompetente Mitarbeiter delegierst.

Ich gebe diese Aufgaben in meiner ToDoist App einfach für meine Assistentin frei und delegiere diese somit an sie.

Als ich dieses System zum ersten Mal angewandt habe, war das ein sehr befreiendes und augenöffnendes Gefühl! Endlich wusste ich ganz klar, welche Aufgaben sehr sinnvoll zu delegieren sind.

Und hier kommt noch ein ganz wichtiger Punkt, was mit die Aufgaben der anderen Quadranten angeht:

Dringende Aufgaben übertrumpfen leider immer die wichtigen.

Deshalb sollte es dein Ziel stets sein, die Anzahl der Aufgaben, die das Label dringend bekommen, immer weiter zu verringern.

Das heißt: Alle Dinge, die du tun kannst, um zu standardisieren, automatisieren oder systematisieren oder alles, was du tun kannst, damit du Aufgaben leichter abgeben und delegieren kannst, gehören in den Quadrant „Wichtig“ für dich.

Zum Beispiel war die Aufgabe, mein GTD-System in meiner ToDoist-App um die vier Eisenhower Labels zu erweitern, eine für mich wichtige Aufgabe, weil ich dadurch in der Zukunft Aufgaben besser delegieren konnte und damit weniger dringende Aufgaben auf meinem Zettel haben würde.

Es ist möglich, sein eigenes Produktivitätssystem so weit zu optimieren, dass man irgendwann nahezu keine dringenden Aufgaben mehr auf dem eigenen Tisch liegen hat, sondern dass man sich nur noch um die wichtigen Aufgaben kümmern darf.

Und damit ist das Erreichen der eigenen persönlichen und beruflichen Ziele, der eigenen Vision und Mission unweigerlich vorprogrammiert!

Deine Umsetzungsaufgaben

  1. Mache dir die Grundaussage der folgenden Erkenntnis einmal ganz bewusst und denke für 5 Minuten darüber nach: “Wichtige Aufgaben sind selten dringend und dringende Aufgaben sind selten wichtig.”
  2. Schaue auf talente.co/ziele vorbei, wo ich dir in einem Artikel zusammengestellt habe, wie du deine eigenen Ziele in 6 Schritten systematisch und einfach für dich erarbeiten kannst. Damit weißt du dann auch, welche Dinge wichtig für dich sind – nämlich alles, was aufs Erreichen dieser Ziele einzahlt.
  3. Gehe deine To-Do-Liste durch und hänge an jede einzelne Aufgabe das Label Wichtig, Dringend oder Dringend + Wichtig. Alles andere löschst oder archivierst du sofort. Nun weißt du, welche Aufgaben du delegieren und damit Verantwortung weitergeben kannst.
  4. Genieße die Magie die du in diesem Moment spürst – und überlege dir im nächsten Schritt, an welche Person oder an welches System du deine dringenden Aufgaben in Zukunft delegieren kannst.
  5. Lade dir gerne mein (noch!) kostenloses E-Book „222 Talente Hacks für Leader“ herunter, worin ich über viele Jahre Tricks und Ideen der besten Leader und Entscheider rund um den Globus für dich gesammelt und kuratiert habe. Das Buch kannst du dir hier für kurze Zeit kostenlos herunterladen, bevor es diesen Sommer im Haufe-Verlag als Print-Version erscheint!

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Social Media Recruiting: 6 Vorteile von Sozialen Netzwerken https://talente.co/social-recruiting/6269/social-media-recruiting-6-vorteile-von-sozialen-und-business-netzwerken/ https://talente.co/social-recruiting/6269/social-media-recruiting-6-vorteile-von-sozialen-und-business-netzwerken/#respond Wed, 27 May 2020 17:18:16 +0000 https://talente.co/?p=6269 Diana Basso ist Gründerin und Geschäftsführerin von dem Recruiting Startup Talent Bait und verrät dir in diesem Artikel, welche Vorteile Social Media Recruiting hat und ... Read more

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Diana Basso ist Gründerin und Geschäftsführerin von dem Recruiting Startup Talent Bait und verrät dir in diesem Artikel, welche Vorteile Social Media Recruiting hat und wieso es so erfolgreich ist.

In Zeiten des Fachkräftemangels ist es für Unternehmen wichtig, alle Möglichkeiten der Personalgewinnung auszunutzen. Eine besonders große Rolle spielen dabei heute wegen steigender Nutzerzahlen verschiedene Social Media Kanäle.

Quelle: hubspot.de

Löst Social Media Recruiting klassische Methoden ab?

Mit klassischen Methoden wie eigenen Karrierewebsites, Stellenausschreibungen in Printmedien oder Jobbörsen lassen sich vor allem sogenannte “Young Professionals” des Bewerbermarkts kaum mehr erreichen. Warum sie also nicht gleich dort abholen, wo sie sich tagtäglich aufhalten? In den sozialen Netzwerken. 

Viele Unternehmen nutzen Facebook, Instagram und Business Netzwerke häufig schon zu Marketingzwecken (z.B. mit eigener Unternehmensseite). Dass man diese durch die Platzierung von gesponserten Anzeigen auch effektiv für das Recruiting einsetzen kann, ist vielen noch nicht klar.

Wir verraten dir 6 Vorteile, die Social Media Recruiting bei der Personalsuche so spannend machen

1. Die passende Zielgruppe erreichen

Beim Social Media Recruiting kann deine Zielgruppe auf den verschiedenen Plattformen passgenau eingestellt werden. Die Anzeige wird also nur an Personen ausgespielt, die aufgrund von Interessen, Verhalten, Qualifikation und Region für eine Stelle in Frage kommt. 

Wichtig dabei: Auch die Auswahl der Plattform ist dafür entscheidend. Snapchat spricht zum Beispiel eine sehr junge Zielgruppe für Azubi-Stellen, an, während LinkedIn- und Xing-Nutzer eher an Jobs in höheren Positionen interessiert sind. 

2. Erreiche den gesamten Bewerbermarkt

Vor allem in Branchen, die für einen Fachkräftemangel bekannt sind, kann es bis zur Neubesetzung eines Jobs lange dauern: Eine Stelle in der Pflegebranche bleibt durchschnittlich 179 Tage unbesetzt. Grund dafür: Es sind mehr Arbeitskräfte benötigt, als es Jobsuchende gibt. Auf Social Media, Instagram oder in Business Netzwerken erreichst du auch latent Suchende und Wechselwillige. 

Denn das kennen wir alle: In der Mittagspause oder abends auf der Couch verbringt man die Zeit am Smartphone. Wenn Kandidaten dann auf eine Jobanzeige stoßen, passt diese zum restlichen Content und der ‘Klick’ auf die Anzeige passiert, ohne darüber nachzudenken. 

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3. Performance Marketing für dein Social Media Recruiting

Bei vielen Anzeigenformaten kannst du den Erfolg nicht tracken. Statt nur zu hoffen, dass Bewerber reagieren, kannst du deine Social Recruiting Anzeige in Echtzeit mitverfolgen. Die Reaktion (z.B: Likes, Kommentare, Shares) der erreichten Personen kann nachvollzogen und die Anzeige, wenn nötig angepasst werden. 

Was das für dich bedeutet? Du kannst zu jedem Zeitpunkt den Erfolg deiner Stellenausschreibung beobachten, direkt Anpassungen vornehmen und setzt dein Recruiting-Budget damit effektiv ein. 

4. Einfach und schnell kommunizieren mit den Bewerbern

Wenn Kandidaten auf deine Social Media Jobanzeige gestoßen sind, können sie sich direkt mit wenigen Klicks bewerben. Anschließend kannst du eine erste Kontaktaufnahme starten. 

Dabei profitierst du besonders von der Schnelligkeit der digitalen Kanäle: Antwortzeiten sind hier deutlich kürzer als über den klassischen Mailverkehr. Du solltest deswegen immer versuchen, so schnell wie möglich zu antworten. 

5. Employer Branding als Nebeneffekt des Social Media Recruitings

Der Begriff Employer Branding spielt besonders im sogenannten “War for Talents” eine wichtige Rolle. Auf einem leer gefegten Bewerbermarkt ist es entscheidend, sich als attraktive Arbeitgebermarke zu präsentieren. Was unterscheidet dein Unternehmen zu anderen in der Branche? Wieso sollten Kandidaten gerade Teil dieses Teams sein? 

Einen ersten Schritt dafür machst du mit eigenen Profilen auf verschiedenen Social Media Kanälen. Hier kannst du dich so präsentieren, wie Bewerber dich wahrnehmen sollen. Follow-Arounds aus dem Alltag der Mitarbeiter können zum Beispiel ein authentischen Einblick bieten. Vor allem in Branchen mit Fachkräftemangel, wie dem Gesundheitswesen oder der IT, kann eine starke Arbeitgebermarke den Unterschied machen. 

Geschaltete Jobanzeigen im Social Media festigen das Bild des modernen Unternehmens und gesponserte Jobanzeigen werden von Nutzern direkt in ihrer Timeline wahrgenommen. 

6. Reichweite schaffen durch Teilen, Liken und Kommentieren

Ziel einer Jobanzeige ist es, dass möglichst viele potenzielle Kandidaten von ihr erfahren. Was du dazu brauchst? Reichweite! Wenn du deine Jobanzeige auf Social Media schaltest, können Benutzer, denen sie ausgespielt wird, liken, kommentieren und teilen. Eine gute Anzeige hat dann sogar das Potenzial, viral durch die Netzwerke zu gehen. 

Das digitale Umfeld der Kandidaten, in dem sich häufig auch viele Kollegen befinden, wird ebenfalls auf deine freie Stelle aufmerksam. Dadurch kann eine Anzeige einem potenziellen Bewerber auch mehrfach begegnen und die Wahrscheinlichkeit für eine Bewerbung steigt. 

Fazit: Social Media Recruiting als Teil der langfristigen Recruiting-Strategie

In den letzten Jahren haben sich die Nutzerzahlen von Social Media deutlich erhöht – Tendenz weiter steigend. Hier bieten sich unterschiedliche Kanäle, mit denen Bewerber in ihrem alltäglichen Umfeld erreicht werden können. Das gilt auch für Kandidaten, die bis jetzt noch gar nicht auf der Suche nach einem neuen Job waren. 

Social Media Recruiting bietet sich für jede Stelle an. Vor allem bei Berufen, die als schwierig zu besetzen gelten, können lange Vakanz Zeiten verhindert werden. Dabei kann durch einen neuen Kanal auch ein neues Bewerberfeld angesprochen werden. 


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Virtuelles Arbeiten ohne E-Mails durch Asana: Best Cases https://talente.co/produktivitaet/6230/virtuelles-arbeiten-asana/ https://talente.co/produktivitaet/6230/virtuelles-arbeiten-asana/#respond Thu, 21 May 2020 08:13:49 +0000 https://talente.co/?p=6230 Auszug aus meinem neuen E-Book “Best Cases für die virtuelle Arbeit mit Asana – Wie Sie Ihr Unternehmen dank Asana virtuell  Steuern können”. Hier kostenlos ... Read more

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Auszug aus meinem neuen E-Book “Best Cases für die virtuelle Arbeit mit Asana – Wie Sie Ihr Unternehmen dank Asana virtuell  Steuern können”. Hier kostenlos downloaden. 

Durch die aktuelle Lage sind viele Menschen gezwungen, von zu Hause zu arbeiten. Das bringt viele Herausforderungen mit sich, wenn vor allem die Infrastruktur an Tools und Kommunikationswegen nicht wirklich darauf vorbereitet ist.  Seit vielen Jahren arbeiten wir mit Asana. Home-Office und virtuelles Arbeiten sind für uns absoluter Standard. Hier möchte ich euch die besten Use Cases zeigen. 

Virtuelles Arbeiten: Umfrage Ergebnisse

Zunächst ist es spannend zu erfahren, wie Menschen mit der aktuellen Situation umgehen und wie sich die Arbeit verändert hat. Asana hat aufgrund der aktuellen Corona Lage eine Umfrage namens „Anatomie der Arbeit: Remote Teams” veröffentlicht und dabei neue Erkenntnisse über die Anpassungsfähigkeit von Mitarbeitern an die neuen Arbeitsabläufe des virtuellen Arbeitens vorgestellt: 

  • Der rasche Übergang zur Telearbeit stellt für viele Mitarbeiter eine Herausforderung dar, da mehr als die Hälfte (53 %) nicht über einen eigenen Schreibtisch, einen PC/Laptop oder eine zuverlässige Internetverbindung verfügt.
  • Nahezu 60 % der Beschäftigten weltweit haben seit dem Wechsel zur Telearbeit veränderte Arbeitszeiten:
    • 53 % legen im Laufe des Tages mehr Pausen ein
    • 32 % beginnen ihren Arbeitstag früher
    • 28 % arbeiten später am Abend

Das lässt darauf schließen, dass sowohl die Prozesse als auch die Tools nicht ideal auf das virtuelle Arbeiten vorbereitet sind. Wie sieht es in deinem Unternehmen aus? 

Dank Asana sind wir ideal auf das virtuelle Arbeiten vorbereitet – und schreiben uns seit über 5 Jahren keine interne E-Mail mehr. 

Wie wir das geschafft haben?

Statt auf E-Mails setzen wir auf Asana, das als zentraler Collaboration Hub strategisch positioniert ist. Die Abdeckung von Nutzern und Aufgaben liegt bei nahezu 100%. Durch das System schaffen wir ein hohes Maß an Transparenz und gleichzeitig klare Verantwortlichkeiten. Mit der Abbildung unserer agilen Prozesse stellen wir nicht nur ein hohes Maß an Qualität sicher, sondern arbeiten gleichzeitig sehr effizient und ohne Wasserkopf.

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Virtuelles Arbeiten: so schaffst du die E-Mails ab

Gerne möchte ich hier zeigen, wie wir das danke Asana geschafft haben.

Die Unternehmensmission von Asana ist es, Teams weltweit eine mühelose Zusammenarbeit zu ermöglichen. Mit Asana können also nicht nur Projekte, sondern auch Prozesse, Meetings, Anfragen u.v.m. gemanagt werden. 

Folgende Funktionen haben uns dabei geholfen, die E-Mail abzuschaffen:

1. Konsequente Nutzung der Asana Inbox

Die Asana Inbox ist sowas wie das “Benachrichtigungszentrum” deines Unternehmens. Jetzt, wo fast alle Kolleginnen und Kollegen von zu Hause aus arbeiten, nimmt die Flut an E-Mails enorm zu. Für jede Frage, die eine Kollegin oder ein Kollege normalerweise am Arbeitsplatz persönlich stellen würde, wird eine E-Mail verschickt und landet im Postfach. Schlimmer wird es, wenn neben dem E-Mail Kanal noch weitere genutzt werden, wie WhatsApp, Telegram, Slack, Teams, usw. Nicht nur die Nachrichten nehmen zu, sondern auch die Verteilung dieser über mehrere Tools. 

Wie soll man da den Überblick behalten?

Mit der Asana Inbox hast du die Möglichkeit, die sämtliche Kommunikation mit Ihrem Team über Projekte, Update, Aufgaben usw. übersichtlich darzustellen. 

Hier findest du wirklich alles, was normalerweise deine E-Mail Inbox füllen würde:

  • Projektupdates
  • Kommentare / Rückfragen zu Aufgaben
  • Anfragen
  • Hochgeladene Dokumente
  • Benachrichtigungen über erledigte Aufgaben 
  • Benachrichtigungen über abhängige Aufgaben
  • u.v.m.

Der größte Fehler von vielen Asana Nutzern ist, die Inbox zu vernachlässigen. Dadurch kann man schnell mal überwältigt sein, wenn man nach zwei Wochen mal “wieder reinschaut”. Zusätzlich hat man wichtige Projektupdates und Kommentare verpasst. 

Die konsequente Nutzung der Inbox ist essentiell, um sich intern keine E-Mails mehr zu schreiben und das virtuelle Arbeiten zu erleichtern. Dazu gehört auch die Regel, Kommunikation zu Projekten und Aufgaben nicht in anderen Tools durchzuführen. 

2. Regelmäßige und aussagekräftige Status Updates

Wer kennt sie nicht? Lange PDFs oder E-Mails mit Zusammenfassungen der Projekt-Updates, Meeting-Protokollen und nächsten Schritte. Einmal lesen – und dann vergessen. So oder ähnlich passiert das täglich in vielen Unternehmen. 

Asana bietet eine wunderbare Möglichkeit, Projekte mit der Fortschritte Funktion so zu updaten, dass immer alle Beteiligten wissen, wie der Stand ist, wo es Blocker gibt, was die nächsten Schritte sind und was erledigt wurde. 

Updates sind in Teams beim virtuellen Arbeiten wichtiger denn je. Mit Asana hast du die Möglichkeit, jedes Projekt mit der „Fortschritte Funktion” upzudaten. Kolleginnen und Kollegen können Rückfragen stellen und eine Unterhaltung auf Projektbasis starten. So bleiben Informationen dort, wo sie sein sollen: Beim jeweiligen Projekt und Kontext.

3. Transparenz und Übersichtlichkeit durch Portfolios schaffen

Asana bietet mit Portfolios ein wunderbares Tool, um die Übersicht aller wichtigen Projekte zu behalten. Das Portfolio wurde hier in einer OKR Struktur aufgebaut. Der Name des Portfolios ist gleichzeitig das Objective, nämlich, dass die Mitarbeiterzufriedenheit um 15 % erhöht wird. Darunter wurden alle Projekte angesiedelt, die zum Erreichen dieses Objectives notwendig sind. Sie bilden also die Key Results. Auf einen Blick siehst du die letzten Updates, die erreichten Meilensteine, alle Deadlines, alle Prioritäten und den jeweiligen Fortschritt in Prozent sowie die zuständige Person.

4. Meetings mit klaren Agenden deutlich effizienter gestalten

Jedes Meeting braucht eine gute Agenda und eine Moderatorin oder einen Moderator, der oder die durch die Agenda führt. Vor allem in virtuellen Meetings bricht schnell Chaos aus, wenn jeder einfach reinredet. Mit Asana kann man Meeting-Agenden klar und übersichtlich darstellen, sodass jeder weiß, was besprochen wird und was die nächsten Schritte sind.

Der Ablauf ist wie folgt: Jeder kann ganz einfach Agenda Vorschläge, die nur für das Meeting relevant sind, hinzufügen. Dabei gibt die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter in den Custom Fields (oben rechts) an, ob er eine Anfrage hat, Feedback benötigt oder nur Information teilen will. Außerdem gibt man an, wie viel Zeit der Punkt voraussichtlich in Anspruch nimmt. So kann die Moderatorin oder der Moderator besser einschätzen, wie lange das Meeting dauern wird und ggf. gewisse Punkte priorisieren.  

Feste Agenda-Punkte (z.B. KPIs) verlinken zu den jeweiligen Asana Projekten. Die jeweils zuständige Person kann dann ein Update geben. 

Zum Schluss werden alle nächsten Schritte festgehalten und den zuständigen Personen zugewiesen. So stellt man sicher, dass beim nächsten Zusammenkommen alle wissen, wer für was bis wann verantwortlich ist. Durch Multi-Homing kann man die einzelnen Aufgaben auch in den zugehörigen Projekten spiegeln.

Virtuelles Arbeiten mit Asana – Fazit

Durch ein Tool wie Asana verbindet man die Arbeit und Kommunikation auf Projekt und Aufgabenebene. So stellt man sicher, dass nicht verloren geht und Informationen in einem Kanal gebündelt werden. Es entsteht Transparenz über Fortschritte, Blocker und nächste Schritte. Jeder weiß, wer für was bis wann verantwortlich ist. In der Konsequenz bedeutet dies mehr Fokus auf die eigentlich Arbeit und weniger Koordination und Abstimmung. 

Unser Angebot

Wir möchten dich dabei unterstützen, dein Unternehmen fit für die virtuelle Arbeit zu machen. Gerne könnt ihr über uns die Asana Vollversion “Business” für einen verlängerten Zeitraum von 30 Tagen kostenlos testen.

Zudem beraten wir dich gerne bis zu einer Stunde kostenlos. Entweder für den Aufbau deines Asanas oder für Feedback deines bestehende Asana Setups. 

Schreib uns einfach über diese Website an und wir melden uns schnellstmöglich bei dir. 

Über Bernd:

Bernd ist Gründer und Geschäftsführer der BridgeFlow GmbH. Er hat bereits mehrere Unternehmen gegründet und immer wieder dieselben Probleme in der Arbeitsorganisation erlebt. In den letzten 8 Jahren hat er sich deshalb intensiv mit den Themen Arbeitsmanagement und Produktivität auseinandergesetzt und zahlreichen Teams dabei geholfen, ihre Arbeitsorganisation und Produktivität zu optimieren.

Mit BridgeFlow unterstützt er seine Kunden bei der Einrichtung und Schulung für das weltweit führende Arbeits-Management-Tool Asana. BridgeFlow ist ein DACH Solutions Partner für Asana.


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Gewinne steigern in der Krise: 5 Tipps für erfolgreichen Vertrieb https://talente.co/marketing-sales/6222/gewinne-steigern-in-der-krise-5-tipps/ https://talente.co/marketing-sales/6222/gewinne-steigern-in-der-krise-5-tipps/#respond Wed, 20 May 2020 15:52:36 +0000 https://talente.co/?p=6222 Philip Semmelroth hilft Mitarbeitern, Selbstständigen und Unternehmern, ihre Verkaufserfolge zu maximieren und sich als Experte zu inszenieren. Der Inhaber und Geschäftsführer eines IT-Dienstleistungsunternehmens gibt dir ... Read more

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Philip Semmelroth hilft Mitarbeitern, Selbstständigen und Unternehmern, ihre Verkaufserfolge zu maximieren und sich als Experte zu inszenieren. Der Inhaber und Geschäftsführer eines IT-Dienstleistungsunternehmens gibt dir in diesem Artikel 5 Tipps, wie du gerade jetzt in der Krise deine Gewinne steigern kannst.

Corona wird das Wort des Jahres 2020, so viel ist sicher. Der Einfluss des Virus auf unsere Wirtschaft ist eklatant, immer mehr Unternehmen stehen vor existenziellen Herausforderungen. Anstatt das Beste aus der Situation zu machen, haben viele einfach die Köpfe eingezogen. Dicht gemacht, Mitarbeiter auf Kurzarbeit gesetzt – und harren seitdem aus. Schlechter geht es nicht. In jeder Krise gibt es Gewinner und Verlierer. Und zu den Gewinnern wird kein Unternehmen gehören, das weiter brav abwartet, was die Regierung entscheidet. Und erst dann langsam wieder Fahrt aufnimmt, wenn es sicher ist, die Mitarbeiter zurück ins Büro zu holen. Auch in der Krise ist es möglich, seine Gewinne zu steigern – indem Sie jetzt das komplette Unternehmen auf den Vertrieb fokussieren. 

Gewinne steigern durch vollen Vertriebsfokus

Ich möchte ehrlich sein: Ihr Vertrieb ist die einzige Möglichkeit, die Sie jetzt haben, um wieder Geld in Ihre Company zu bringen. Bündeln Sie alle verfügbaren Kräfte, um Kunden zu begeistern und ihnen zu bestätigen, dass Sie der richtige Partner waren und sind. Ihre Verkäufer werden in den nächsten Wochen mehr denn je gefordert sein, für den Kunden erkennbare Mehrwerte zu kommunizieren. Und nicht nur Ihre Verkäufer im Sinne von Vertriebsmannschaft. Heute halten sich nur noch Unternehmen an der Spitze, die sich komplett auf Sales ausgerichtet haben. Denen es gelingt, an jedem Touchpoint für den Kunden gute Erlebnisse zu schaffen. Vom Pförtner über den Azubi, den Buchhalter bis hin zum Geschäftsführer.

Nur wer sichtbar ist, kann seine Gewinne steigern

Liquiditätsengpässe haben aktuell so gut wie alle Unternehmen da draußen. Außer vielleicht die Hersteller von Toilettenpapier und Atemschutzmasken. Klar ist es im ersten Moment verlockend, an der Kostenschraube zu drehen und sich von scheinbar entbehrlichen Posten zu trennen. Coca-Cola Deutschland hat auf Grund der Krise das komplette Werbebudget eingefroren, viele andere Unternehmen sind diesem Beispiel gefolgt. Ich kann mir da nur an den Kopf fassen. Denn dieser Bumerang wird wieder zurückkommen – und Sie doppelt so hart treffen. Ihre Kunden sind immer noch da draußen! Und wie sollen die auf die Idee kommen, in Ihre Produkte oder Ihre Dienstleistung zu investieren, wenn Sie keine Werbung mehr dafür machen? Kunden, die sich in solchen Marktzeiten nach einem Lösungsanbieter umschauen, suchen keine Drückeberger. Sondern einen souveränen, führungsstarken Partner auf Augenhöhe. Sie wollen ein solcher Partner sein? Dann beherzigen Sie die folgenden fünf Punkte, um Ihre Gewinne schon bald wieder zu steigern – trotz Krise.

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Fünf Must-haves, um Ihre Gewinne jetzt zu steigern

1. Schnelligkeit

Gerade jetzt müssen Sie schnell sein! Ihre Wettbewerber sitzen noch im Lockdown und warten ab? Das ist Ihre Chance, neue Marktanteile zu gewinnen – etwa, indem Sie Ihren Kunden signalisieren: „Wir sind für Euch da!“ Auch im Homeoffice lassen sich prima Beratungsgespräche führen via Videotelefonie. Tools für eine rechtsgültige, digitale Unterschrift gibt es ebenfalls. Schnell angeschafft und installiert, sind Sie dem Wettbewerb sofort um mehrere Längen voraus.

2. Selbstbewusste Verkäufer

Unsichere Verkäufer vernichten mehr Umsatz als jede Wirtschaftskrise. Im Vertrieb gilt die klare Regel: Den Auftrag bekommt der, der besser verkauft. Nicht der, der besser erfüllt. Ein Neukunde kann Ihren Leuten nur vor den Kopf schauen. Er weiß nicht, wie gut Ihr Unternehmen abliefert. Er kauft also lediglich eine Vision der Zukunft. Und das nur, wenn Ihre Verkäufer in der Lage sind, diese Vision so groß, bunt und angenehm wie möglich zu erschaffen.

3. Fokus auf Kundenbedürfnisse

Durchschnittliche Verkäufer werden schnell hektisch, wenn der Kunde nicht direkt begeistert ist. Das ist schonmal nicht fördernd, um die Gewinne zu steigern. Auch wenn die aktuelle Situation einen gewissen Verkaufsdruck auslöst: Hier haben Verkäufer die Nase vorn, die ruhig bleiben. Die sich darauf fokussieren, die bestmögliche Lösung für den Kunden zu finden. Und ihm nicht auf Teufel komm raus sämtliche Möglichkeiten wie ein Schweizer Taschenmesser präsentieren. Wenn der Kunde – im übertragenen Sinne – einen Flaschenöffner will, sind für ihn Feile, Zahnstocher, Schere und Co. völlig irrelevant!

4. Produktpalette erweitern

„Wir machen lieber weiter Computer, der Markt für Mobiltelefone ist schon umkämpft genug.“ Hätte Steve Jobs so gedacht, wäre Apple heute nicht der Weltkonzern, den wir kennen. Seien Sie mutig, schauen Sie über den Tellerrand – und suchen Sie das Gespräch mit den Kunden. Gerade jetzt in der Krise: Welche Bedürfnisse und Wünsche hat Ihre Zielgruppe – was können Sie Ihnen neben dem klassischen Angebotsrange als Lösung anbieten? Gewinne steigern durch Diversifikation lautet der Schlüssel zum Erfolg.

5. Erlebnisse statt Produkte verkaufen

Warum sollte der Kunde bei Ihnen kaufen? Sie müssen Markenerlebnisse schaffen, damit Kunden sich mit Ihnen als Unternehmen identifizieren. Marken schaffen Verbundenheit und Loyalität und sichern Ihre Kundenbeziehung gegen Angriffe vom Wettbewerb. Denken Sie nicht länger daran, wie Sie den „Point of Sale“ gestalten – sondern wie Sie ihn zum „Point of Experience“ transformieren!

Fazit

Sie möchten Ihre Gewinne nachhaltig steigern? Dann ist es höchste Zeit, jetzt ins Handeln zu kommen und alle verfügbare Power in den Vertrieb zu stecken. Jeder Verkaufsabschluss kann jetzt die Zukunft Ihres Unternehmens radikal verändern. Wenn Sie noch länger nachdenken, werden Sie keine besseren Ergebnisse bekommen – höchstens spätere.


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