Was dein Start-Up zum attraktiven Arbeitgeber macht

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Im „War for Talent“ ist es vor allem für junge Unternehmen eine Herausforderung, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. Die gute Nachricht: Als Gründer kannst du mit bestimmten Strategien dafür sorgen, dass dein Unternehmen für talentierte Mitarbeiter interessant ist.

Während große Firmen als Arbeitgeber punkten, indem sie ihr Überleben auf dem Arbeitsmarkt bereits bewiesen haben, sind Start-Ups meist nicht nur jung, sondern auch klein und unerfahren. Als neuer Marktakteur haben sie selten eine Markenbekanntheit. Hinzu kommt, dass junge Unternehmen aufgrund von Kapitalmangel weniger Ressourcen für ihre Mitarbeiter bereitstellen können. Gleichzeitig birgen Startups größere Unsicherheiten und Risiken für Mitarbeiter, da die Nachfrage nach den Produkten und damit die Wettbewerbsfähigkeit unklar sind. Das Vertrauen von Bewerbern in Start-Ups als Arbeitgeber ist deshalb im Vergleich zu großen Multinationals wesentlich geringer.

Zeig, dass dein Unternehmen einzigartig ist

In deinem Start-Up wird Wert auf flache Hierarchien gelegt, indem ihr euch auf allen Ebenen dutzt oder selbst der Chef mit den Mitarbeitern nach Feierabend ein Bier trinkt? Wunderbar! Erzählt davon in einem Recruitingvideo – oder noch besser: ladet Bewerber gleich zu einem informellen Gespräch bei euch ein. Ihr könnt zum Beispiel in ein Café gehen oder den Bewerber während eures After-Work Events den zukünftigen Kollegen vorstellen. Damit wirkt dein Start-Up als Arbeitgeber nicht nur nahbar, sondern du setzt dich auch von der Masse ab. Denn viele große Firmen sind noch immer sehr hierarchisch orientiert. Doch flache Hierarchien sind nur eins von vielen Merkmalen, dass Start-Ups für ihr Selbstmarketing als Arbeitgeber nutzen sollten. Flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten sind weitere Faktoren, mit denen du potentielle Bewerber begeistern kannst. Gerade für die Generationen Y und Z, die aktuell auf den Arbeitsmarkt drängen, sind Freiräume in der Gestaltung der Arbeit attraktive Job-Faktoren. Wenn deine Mitarbeiter also zum Beispiel von zuhause aus arbeiten dürfen oder sogar einen beliebigen Wochentag frei nehmen können und dafür samstags arbeiten, dann wirb‘ damit.

Zieh die richtigen Kandidaten an

Die Besonderheiten deines Start-Ups solltest du nicht nur zur Steigerung der Arbeitgeberattraktivität deutlich kommunizieren, sondern auch damit sich passende Kandidaten bei dir bewerben. Denn die Vorlieben potentieller Bewerber sind so unterschiedlich wie die Charakteristika von Arbeitgebern: der eine Bewerber findet es zum Beispiel attraktiv findet, dass im Büro Hunde oder Katzen erlaubt sind. Für den anderen ist die kostenfreie Nackenmassage bzw. der Yogaunterricht in der Mittagspause ein interessantes Arbeitgeber-Merkmal. Wenn du mit dem Bewerber hier von vornherein auf einer Wellenlänge liegst, macht das dein Unternehmen attraktiv. Gleichzeitig erhöht es die Wahrscheinlichkeit, dass du einen geeigneten Mitarbeiter findest, der gut zur Unternehmenskultur und zum Team passt.

Baue gezielt Legitimität auf

Um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden, sollte dein Start-Up Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit in der externen Kommunikation mit Bewerbern ausstrahlen. Eine Möglichkeit für junge Unternehmen Legitimität aufzubauen ist, die Person des Gründers in den Vordergrund zu stellen. Zum Beispiel kann es auf Bewerber attraktiv wirken, wenn der CEO eine Ausbildung an einer Elite-Hochschule absolviert hat oder eine leitende Funktion in einem renommierten Unternehmen hatte. Ausbildung oder Berufserfahrung signalisieren dem Bewerber die Kompetenz des Gründers. Diese wirkt sich wiederum positiv auf die Wahrnehmung des Start-Ups als Arbeitgeber aus. Eine weitere Option, um als junges Unternehmen gezielt Legitimität aufzubauen, ist es, sich vertrauenswürdige Partner zu suchen. Dabei helfen kann zum Beispiel die Teilnahme an Gründungsprogrammen oder Start-Up Wettbewerben. Dort treffen Gründer auf Investoren oder Vertreter von renommierten Instituten. Das Image und die Bekanntheit der Befürworter bzw. Investoren, die ein Start-Up ideell oder finanziell unterstützen, hat eine positive Signalwirkung auf die Arbeitgeber-Attraktivität des Start-Ups.

Für eine größtmögliche Attraktivität kombinieren Start-Ups am besten beide Strategien, so dass sie einerseits als einzigartiger und andererseits als legitimer, vertrauensvoller Arbeitgeber von potentiellen Bewerbern wahrgenommen werden.


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